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Freitags-Füller #178



der den Freitag so besonders macht
(die fettgedruckten Stellen sind meine Füller) 


1. Was wäre wenn ist in meinen Augen ein überflüssige Frage.
2. Der Platz auf unserer externen Speicherplatte für aufgenommene Filme ist inzwischen ungenügend.
3. Warum gibt es zur Zeit so viele Familiendramen?
4.  Manchmal muß ich einfach einen Gang zurück schalten auch wenn mir das schwerfällt .
5. Wanninger - das ist Karl Valentins Buchbinder der in seinem Sketch keinen festen Ansprechpartner findet, herumgereicht wird und niemals die erhoffte Information bekommen wird.
6.  Neulich haben wir beim spazierengehen ein Wettrennen durch eine Geschwindigkeitsüberwachung gemacht. Das hat Laune gemacht und ich habe sehr darüber gelacht.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf den Feierabend und einen entspannten Start ins Wochenende, morgen habe ich sind wir zu einem 50. und 25. Geburtstag eingeladen geplant und Sonntag möchte ich mir erst noch frei halten!

Viel Grünzeug


Es muss ja wirklich nicht dauernd Fleisch auf den Tisch. Vor allem jetzt nicht, wo im Garten alles reif wird und verarbeitet werden soll. Ich beschäftige mich schon seit einiger Zeit mit der Mangoldverwertung (Salat, Curry), jetzt legen auch die Tomaten- und Zucchinipflanzen zu. Da muss man schnell sein - kaum schaut man mal einen halben Tag nicht hin, sind die Zucchini schon viel zu groß, um noch als feines Gemüse durchzugehen (dann wird daraus Zucchini-Relish). Noch dazu warten in meinem Bio-Kistl einige Köstlichkeiten darauf, verspeist zu werden.

In so einem Notfall hilft meist zuverlässig ein Blick in meine Books-for-Cooks-Sammlung. Die Londoner Kochbuchhandlung gibt in unregelmäßigen Abständen eine Kollektion von bewährten Rezepten aus ihrem Kochbuchbestand heraus. Im Band Fünf findet sich "Aubergine, Tomato & Mozzarella Tart with Fennel-Chili-Salsa". Hab ich doch alles! Nur die Melanzani ersetze ich umständehalber durch Zucchini. Bei den Tomaten folge ich dem Tipp aus dem Kochbuch und nehme Eiertomaten, die nicht so saftig sind wie andere Sorten (bei mir waren das Black Plum), damit die Tarte nicht gar zu weich wird.
Man darf sich nicht von der Menge an Zutaten abschrecken lassen, es ist trotzdem ein einfaches und unkompliziertes Rezept.Der Aufwand steht jedenfalls in keinem Verhältnis zum wirklich tollen Geschmack der Tarte.

Zucchini-Tomaten-Mozzarella Tarte mit Fenchel-Chili-Salsa

Salsa:
6 EL Olivenöl
1 Fenchel, fein gehackt
1/2 rote Zwiebel, fein gehackt
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
1 roter Chili, entkernt und fein gehackt
3 reife Tomaten, kleinwürfelig geschnitten
2 - 3  TL Balsamico-Essig
Salz
eventuell Chiliflocken zum Nachschärfen
1 EL feingehackte Petersilie


Tartefüllung:
2 Melanzani (Küchenschabe: 4 mittelgroße Zucchini)
Olivenöl
6 reife Eiertomaten (Küchenschabe: 12 Stück Black Plum - sind sehr klein heuer)
Salz, schwarzer Pfeffer
300 g Mozzarella abgetropft, in dünne Scheiben geschnitten
eine Handvoll Basilikum gehackt
4 EL geriebener Parmesan
2 Eier, verschlagen
300 ml Creme fraiche
26 cm Springform

Einen Mürbteig herstellen (beispielsweise diesen, allerdings ohne Zucker!) und ungefähr 15 Minuten bei 180 Grad blind backen. Die Blindbackbohnen entfernen und nochmals 10 Minuten backen. Ein Ei verquirlen, auf den Teig streichen und die Tarteform für drei Minuten in den heißen Ofen geben, bis das Ei fest wird. Das verhindert das Aufweichen des Teiges (habe ich vor kurzem bei Micha gelesen - und es funktioniert toll!). Auskühlen lassen.

Für die Salsa die Hälfte des Olivenöls in einer Pfanne erhitzen. Fenchel, Zwiebel, Knoblauch und Chili zufügen und für zwei Minuten anrösten. In eine Schüssel geben und mit Tomaten, Essig und dem restlichen Olivenöl mischen. Mit Salz abschmecken und falls nötig, mit Chiliflocken nachschärfen. Abkühlen lassen, dann die gehackte Petersilie unterrühren.



Ofen auf 200 Grad aufheizen. Die Zucchini in halbzentimeterbreite Scheiben schneiden. Mit Öl bepinseln, damit sie im Backrohr nicht austrocknen. Salzen, pfeffern und auf jeder Seite ungefähr zehn Minuten im Ofen rösten, bis sie leicht hellbraun sind. Herausnehmen. Temperatur auf 180 Grad reduzieren. Die Tomaten kurz in kochendem Wasser blanchieren, dann die Haut abziehen. Tomaten halbieren (große Tomaten vierteln), Kerne entfernen.

Die Hälfte der Mozzarellascheiben auf dem Boden der vorgebackenen Tarte verteilen. Darauf die Hälfte der Zucchinischeiben, dann die Tomaten (die Hälfte) darauf geben. Salzen und pfeffern. Die Hälfte von Basilikum und Parmesan drüberstreuen. Noch einen Durchgang mit Mozzarella, Zucchini und Tomaten. Wieder salzen und pfeffern und Parmesan und Basilikum drüberstreuen.
Eier und Creme fraiche gründlich mischen, leicht salzen. Die Tarte auf ein Backblech stellen. Den Eierguss auf der Tarte verteilen. Ungefähr 40 Minuten backen. Auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Das Warten ist das Schwierigste (die Tarte duftet schon so verführerisch), daher rechtzeitig und vor dem großen Hunger mit dem Kochen beginnen. Mit der Fenchel-Chili-Salsa servieren.
Diese Salsa passt sicher auch hervorragend zu Gegrilltem.

Ausprobiert: Spaghetti mit Kürbispesto

Dachte ich an Kürbis in der Nacht, dann war ich um den Schlaf gebracht.

Früher mochte ich überhaupt keinen Kürbis. Ich hatte da so ein Kindheitstraumadingens. Meine Omi konnte zwar viel Gutes. Aber Kürbis-Süß-Sauer - neeee das mochte ich nicht. Schon wenn ich an den Geruch denke.......zum davonlaufen! Kennt Ihr das auch?
Wie gesagt, das war früher.
Heute, besser gesagt im August vor 7 Jahren war mein Trauma zu Ende. Ein Ausflug vom Frauenbund zu einem wunderschönen privaten Bauerngarten mit anschließendem Abendessen ebnete mir den Weg ins Kürbiszeitalter. Das Abendmenü war schon Wochen vorher bekannt: als Vorsuppe sollte es Kürbiscremesuppe geben. Oh Gott, da war es wieder - mein Trauma.
Wenige Minuten nach unserer Ankunft im Restaurant wurde sie jedem serviert. Auch mir! Die Suppentasse schob ich weit von mir. Vielleicht mochte ja jemand noch eine Portion. Alle löffelten, nur ich nicht. Doch das, was mir nach kurzer Zeit in die Nase stieg war kein unangenehmer Duft. Meine Tischnachbarin ermunterte mich, doch wenigstens mal zu probieren.Und ich probierte. Mutig wie ein Kämpfer vor dem Herrn löffelte ich und löffelte und löffelte die ganze Tasse leer. Denn das, was mein Gaumen da erfuhr war eine Explosion. Die Suppe war appetitlich und ausgezeichnet und delikat und lecker und wohlschmeckend und fein und vorzüglich und köstlich....
Das erste was ich nach diesem Wochenende tat: ich habe mir einen großen Hokkaido-Kürbis gekauft und davon eine Suppe gekocht. Und nicht nur einmal. In regelmäßigen Abständen stand ab nun Kürbissuppe auf dem Speisezettel. Gefühlsmäßig habe ich in den Folgemonaten sämtliche Kürbissuppen aus dem halben Internet nachgekocht.
Seit einigen Wochen sieht man sie schon in den Gemüsekästen - die leuchtend-orangefarbenen Murmelchen.
Heute war ich bereit: eine schöne kleine 860 g schwere Murmel ist mir in den Einkaufskorb gehüpft. Aber heute gibt es keine Suppe, heute gibt es Pesto.
Das Originalrezept ohne Thermomix gibt es in doppelter Ausführung (für 4 Personen) in der aktuellen "Köstlich Vegetarisch" Nr. 5.


 für 2 Personen:

400 g Hokkaido (gewaschen, entkernt und in ca. 1,5 cm große Würfel geschnitten)
in das Garkörbchen füllen.

250 g Wasser
1 geh. TL Suppengrundstock
in den Mixtopf geben, Garkörbchen einhängen und 10 Minuten/100 Grad/Stufe 1 kochen.

Inzwischen:
40 g Kürbiskerne in einer kleinen Pfanne ohne Fett anrösten.
Einige Blätter Petersilie hacken.
1/2 Chilischote entkernen und in feine Würfel schneiden

Den Kürbis kalt abschrecken, die Kochsud auffangen, der Mixtopf braucht nicht gespült werden.

40 g alter Gouda
in den Mixtopf geben und 3 Sekunden/Stufe 6 zerkleinern

30 g geröstete Kürbiskerne
6 EL Kochsud
270 g gegarte Kürbiswürfel
2 EL Olivenöl
1 EL frisch gehackte Petersilie
1/2 TL Salz
eine gute Prise Pfeffer
Muskatnußabrieb
gehackte Chilischote
zum Käse geben und 2 x 4 Sekunden/Stufe 10 pürieren. Zwischendurch alles mit dem Spatel nach unten schieben. Umfüllen. Mixtopf braucht nicht gespült werden.


1 l Wasser
1 TL Salz
in den Topf geben und 9 Minuten/100 Grad/Stufe 1 aufkochen.

200 g Spaghetti
durch die Deckelöffnung dazu geben und je nach Zeitvorgabe auf der Nudelpackung/100 Grad/Linkslauf/Stufe 1 garen. In der letzten Minute die restlichen Kürbiswürfel durch die Deckelöffnung dazu geben.

Prüfen, ob die Spaghetti 'al dente' sind, mit Hilfe des Garkörbchens in eine vorgewärmte Schüssel nicht ganz trocken abgießen, ggf etwas Kochsud auffangen.
Die Spaghetti mit Pesto, der restlichen Petersilie und wenn nötig mit etwas Kochsud vermischen und mit den übrigen Kürbiskernen und etwas geriebenem Käse anrichten.

Kaffee mit Stevia


Bis jetzt haben wir eine Steviamischung zum Backen und eine Steviamischung für Desserts zubereitet. Keine der beiden Mischungen eignete sich aber richtig zum Süßen von Kaffee oder Tee, da die Maisstärke nicht so gut dazu passte. Inzwischen ist uns eine Idee gekommen wie wir diese Problem lösen können. Statt der Maisstärke haben wir Milchpulver verwendet. Und siehe da, diese Kombination  zusammen mit etwas Puderzucker als Trennmittel und Geschmacksausgleich, schmeckt nicht nur annehmbar, sondern dient auch gleichzeitig als Kaffeeweißer. 

Zutaten:
90 g Milchpulver
10 g Puderzucker, gesiebt (wer keinen Zucker essen darf, nimmt statt dessen Milchpulver)
1/3 g Steviapulver (300-fache Süßkraft)
  1. 1 g Stevia abwiegen und in 3 Teile teilen. 2 Teile zurück in die Steviadose und 1 Teil für die Mischung verwenden.
  2. Alles in eine Schüssel geben und mit einem Schneebesen gut vermischen.
  3. In eine leere Zuckerdose schütten.
  4. Nach Geschmack in den Kaffee oder in den Tee geben und umrühren. Falls ungelöste Knötchen sind, dann mit dem Löffel gegen die Tassenwand drücken. Das Pulver löst sich relativ gut auf. Wer es milchiger haben möchte, kann einfach noch etwas Kaffeesahne oder Milch dazugeben. 
  5. Ein Teelöffel Mischung entspricht einen Teelöffel Zucker.
 angerührte Stevia-Milchpulvermischung
 Steviamischung in Zuckerdose und Kaffee
Kaffee mit verrührter Mischung 
Mit hinzugefügter Kaffeesahne
Tipps:

  • Wer es milchiger für unterwegs haben möchte kann auch nochmals 100 g Milchpulver dazumischen. Dann entsprechen 2 Teelöffel von der Mischung 1 Teelöffel Zucker.
  • Noch besser mischt sich alles, wenn es durch eine feines Sieb gesiebt wird.
  • Diese Mischung kann auch für Desserts verwendet werden. Dann mit ein paar getrocknete Pfefferminzblätter zusätzlich aromatisieren.
  • Magemilchpulver ist sehr Wasseranziehend und klumpt nach einer Weile. Ein bisschen Maisstärke als Trennmittel hinzufügen.

Rezept für Steviapulver mit  einer 250-fachen Süßkraft:
75 g Milchpulver
8 g Puderzucker
1/3 g Steviapulver

Rezept für Steviapulver mit einer 450-fachen Süßkraft:
135 g Milchpulver
15 g Puderzucker
1/3 g Steviapulver

Kartoffelsalat türkische Art

Dieses Rezept lernte ich vor einigen Jahren in einem Türkeiurlaub kennen. Den Salat hatte man uns damals zu Grillfleisch und -gemüse gereicht.
Schon fast in Vergessenheit geraten ist es mir neulich wieder zwischen die Finger gekommen.
Ist mal was ganz anderes und schmeckt zum Grillfleisch wirklich prima.


für 3- 4 Personen

750 g Wasser
1 EL Salz
in den Mixtopf geben.

600 g Kartoffeln (geschält und je nach Größe geviertelt)
in das Garkörbchen füllen und in den Topf einhängen.

4 große Karotten (grob geraspelt)
im Varoma verteilen, Varoma aufsetzen und das Ganze 30 Minuten/Varoma/Stufe 2 garen.

Umfüllen und auskühlen lassen, den Kochsud anderweitig verwenden.

Kartoffeln
120 g Milch
Salz und Pfeffer
in den Mixtopf geben und 5-6 Sekunden/Stufe 4 grob vermischen.

Den eher dicken Brei gleichmäßig auf einer Servierplatte, einem großen Teller oder in eine Quicheform streichen. Darüber die Karotten verteilen.

4 Knoblauchzehen
in den Mixtopf geben und 5 Sekunden/Stufe 6 zerkleinern, Knoblauch mit dem Spatel nach unten schieben.

400 g Naturjoghurt
1/4 TL Salz
dazu geben und 10 Sekunden/Stufe 3 miteinander vermischen.

Den Knoblauch-Joghurt über die Karotten streichen daß alles bedeckt ist.

In einem Butterpfännchen 2-3 EL Butter leicht bräunen, mit 1/2 TL Paprika (edelsüß oder scharf) würzen und über den Joghurt sprenkeln.

Ohne TM:
Kartoffeln in der Schale kochen.
Erkaltete Pellkartoffeln mit einer Gabel mit Salz, Pfeffer und etwas Milch zu einem dicken Brei zerdrücken. Nicht zu viel Milch da die Masse zu dünn wird.
Diesen Brei auf einer Servierplatte oder großen! Teller oder Quicheform drücken.
Karotten raspeln und mit etwas Salz ohne Wasser und ohne Fett ein paar Minuten dünsten.
Knoblauchzehen fein hacken, salzen und mit 500 g Naturjoghurt vermischen.
Die gedämpften Karotten gleichmäßig auf den Kartoffeln verteilen, Joghurt darüber streichen dass alles bedeckt ist.
Gebräunte Würz-Butter zubereiten.

Außen und innen schön heiß


Ich liebe Currys, egal wie hoch die Außentemperaturen sind. Für ein Curry kann es nie zu heiß sein, ich probiere ständig neue aus. Gestern bei gefühlten 40 Grad auf unserer Terrasse war es wieder so weit. Den Anstoß dazu hat mein wuchernder Mangold gegeben, dem ich mit einem Spinatcurry zu Leibe gerückt bin, da sich Spinat in fast jedem Rezept durch Mangold ersetzen lässt. Mit Currys habe ich nur ein Problem: Die Fotos schauen alle (fast) gleich aus. Und noch dazu nicht besonders gut. Aber ich versichere: Es schmeckt hervorragend, auch wenn's nicht danach aussieht.
Immerhin hab ich wieder ein Foto für Heikes Ugly-Food-Event!

Spinatcurry
für 2 Personen

1 Hühnerbrust, in mundgerechte Stücke geschnitten (das Originalrezept nimmt Lammfleisch)
2 cm Ingwer, geschält, grob geschnitten
2 Knoblauchzehen
1 - 2 frische, grüne Chilischoten (Küchenschabe Jalapenos)
125 ml Joghurt (10%)
1/4 TL gemahlener Kreuzkümmel
200 g Spinat (Küchenschabe: 6 - 8 große Mangoldblätter)
4 EL Erdnussöl
1 Lorbeerblatt
1 schwarze Kardamomkapsel
2 Nelken
200 g Zwiebeln, gehackt
300 ml Suppe
1 TL gemahlener Koriander
1/2 TL gemahlener Kreuzkümmel
2 große Tomaten, gehackt
1 EL Tomatenmark
Salz

Ingwer, Knoblauch und Chilschoten pürieren. Joghurt und gemahlenen Kreuzkümmel untermischen und das Fleisch darin mindestens eine Stunde marinieren. Die Mangoldblätter in kochendem Salzwasser ein paar Sekunden blanchieren, abschrecken, abtropfen lassen und grob hacken.

Das Öl mit dem Lorbeerblatt, der Kardamomkapsel und den Nelken in einem schweren Topf erhitzen, bis die Gewürze duften. Die gehackten Zwiebeln zufügen und bei niedriger Temperatur ungefähr 15 Minuten dünsten. Den gemahlenen Koriander und den Kreuzkümmel einstreuen und unter Rühren ungefähr zwei Minuten mitbraten.

Das Fleisch samt der Marinade dazugeben, einige Minuten unter gelegentlichem Rühren mitschmoren. Tomaten und Tomatenmark einrühren. Mit Suppe aufgießen. Ungefähr 15 Minuten bei niedriger Temperatur zugedeckt köcheln lassen. Die gehackten Mangoldblätter unterrühren,  mit Salz abschmecken und mit Reis servieren.

Nach dem Essen des Currys war uns nicht nur außen sondern auch innen richtig schön heiß - deswegen gab es nach dem Essen nur eiskalten Sommergespritzten (Mineralwasser und Weißwein, allerdings mit deutlich mehr Wasser als Wein).

Sago Kheer - indischer Tapiokapudding


 
Sago ist eine Stärke, die aus Palmen gewonnen wird. Tapioka ist eine Stärke die aus der Maniokwurzel gewonnen wird. Die Stärkeperlen verhalten sich sehr ähnlich. Heute werden daher für Sago Kheer oft Tapiokaperlen verwendet. Beide Stärkeperlen quellen sehr stark bei Aufnahme von Flüssigkeit und werden durch Kochen durchsichtig,weich und elastisch. 

Kheer ist ein Dessert, das häufig mit Milchreis oder auch mit Vermicelli gekocht wird.  Dieses Dessert kann sowohl warm als auch gekühlt serviert werden. Wird es warm serviert, sollte mehr Milch hinzugefügt werde, denn im heißen klassischen Sagopudding schwimmen die Tapiokaperlen frei herum. Wenn es kalt serviert wird, dann kann es auch mehr puddingartig sein. Da es heiß ist, bereiten wir heute ein Sago Kheer mit Tapiokaperlen zu, das wir kalt servieren.

Zutaten für 4 Desserts:
60 g Tapiokaperlen
80 ml Wasser
500 ml Milch
200 ml Kondensmilch
50 g Zucker
1 TL Reismehl
4 Kardamomkapseln
etwas Safran
1 EL Rosinen
1 EL gestiftelte Mandeln
Ein paar Mandeln mit Schale und etwas Pistazien.
  1. Tapiokaperlen waschen, abseihen und mit 80ml Wasser in eine kleine Schüssel geben.
  2. 2 Stunden ziehen lassen.
  3. Reismehl mit etwas Milch in einer kleinen Schüssel anrühren.
  4. Kardamomkapseln mit etwas Zucker in der elektrischen Kaffeemühle mahlen und zum restlichen Zucker schütten.
  5. Restliche Zutaten herrichten.
  6. Milch mit Kondensmilch langsam erhitzen. Dabei oft umrühren, damit sich nichts anlegt.
  7. Sobald die Milch zum Kochen beginnt, die Tapiokaperlen mit dem Wasser hineinschütten.
  8. Unter Rühren zum Kochen bringen.
  9. 4 Minuten Kochen. Die Tapiokaperlen steigen dann auf und schwimmen sichtbar auf der Oberfläche.
  10. Restliche Zutaten nach und nach einrühren.
  11. In eine Schüssel schütten und kalt stellen.
  12. Sobald das Kheer abgekühlt ist, in Dessertschüsseln füllen.
  13. Mandeln klein hacken. Pistazien mit einem Nudelholz zerquetschen. Dessert dekorieren.
 Milch und Kondensmilch in einem geräumigen Topf mit schwerem Boden
 Rosinen, gestiftelte Mandeln, Kardamomkapseln, angerührtes Reismehl
hinten Zucker, vorne Safran
 Kardamom mit etwas von dem Zucker in einer elektrischen Kaffeemühle
ganzer  Kardamom mit Zucker vermahlen
 Zucker, pulverisierter Kardamom und Safran
 Kheer am Kochen
Tapiokaperlen schwimmen auf der Oberfläche
 Rosinen und Mandeln hinzugefügt
 fertig gekochtes, sämiges Kheer
in Dessertschüssel gefüllt und mit gehackten Mandeln und Pistazien dekoriert
Tipps:
  • Maisstärke statt Reismehl. Kann auch weggelassen werden, es macht das Kheer nur sämiger.
  • Pistazien oder Nüsse statt Mandeln.
  • Klassische Methode ohne Kondensmilch: 750 ml Milch 10 bis 15 Minuten einkochen lassen.
  • 1/2 TL fertig gemahlener Kardamom statt ganze Kapseln.