Pages

Weiche, cremige Dattelbällchen mit Tahini

Heute wollten wir eine Dattelmasse, die weich ist. Um nicht wie bei Khajur Pak mit einer weichen Masse in der Pfanne und einer harten Masse nach dem Erkalten zu enden, fügten wir ein selbstgemachtes Tahini hinzu. Das enthält viel eigenes Öl und hält die karamellisierten Datteln weich. Sehr lecker.

Zutaten für 24 Stück:
300 g Datteln, entkernt
180 g Tahini  (180 g Sesam und 2 EL Sesamöl)
6 g Kokosfett
  1. Tahini: Sesam in der Pfanne bei mittlerer Hitze etwas rösten. Der Sesam soll noch weiß sein. In eine hohe, schmale Schüssel geben. Sesamöl hinzufügen. Mit dem Stabmixer solange bearbeiten, bis ein Mus entstanden ist. 
  2. Datteln öffnen und nachsehen ob Wurmstichige dabei sind.
  3. Mit heißem Wasser übergießen. 
  4. Sind die Datteln weich, dann sofort in einem Sieb schütten. Ansonsten ein paar Minuten ziehen lassen und dann abseihen. 
  5. Auf ein Brett geben und in grobe Stücke schneiden.
  6. In einer großen Pfanne das Kokosfett zum Schmelzen bringen.
  7. Datteln dazuschütten.
  8. Solange rühren bis sie zu einer weichen Masse zusammenballen.
  9. Herdplatte ausschalten und das Tahini hinzufügen. Geduldig rühren bis alles eine einheitliche Masse ist.
  10. Auf ein Backpapier schütten.
  11. Sobald sich die Masse anfassen lässt, kleine Bällchen formen.
  12. Kalt stellen.
  13. Sobald die Bällchen fest sind aus dem Kühlschrank nehmen. Sie können jetzt auch in einer Dose ausserhalb des Kühlschranks aufbewahrt werden.

Tipps:
  • Wer kein Sesamöl hat, kann auch ein neutrales Öl verwenden.
  • Die Masse kann auch zu einem Block geformt und nach dem Auskühlen in Quadrate geschnitten werden.
  • Tahini kann auch mit einem guten Standmixer gemacht werden.


 Datteln und Kokosfett in der Pfanne
 weiche Dattelmasse und Tahini
 fertig vermischte Massen
noch heiß zu einem Block geformt

zu Bällchen geformt und in Würfel geschnitten

Tripel Mango Dessert

Mango, Mango, Mango. Mangowürfel auf  indischer Mangocreme und Mangopüree.


Mangos sind nicht gleich Mangos. In Indien gibt es über 1000 Mangosorten.  Von kleinen bis zu 2 kg großen Früchten. In orange, gelb, rot und grün. Sie werde grün als Gemüse gekocht oder zu Pickles verarbeitet. Reife Mangos werden als kühle Milkshakes und Mangolassi überall auf den Strassen angeboten. Es gibt Mango Marmelade und Mango Chutney. Exportiert werden nur ein paar von den edlen Sorten. Wir erhalten hier aber in den normalen Läden so gut wie immer nur Mangos aus Südamerika. Wer einmal eine der wunderbaren Mangos aus Indien oder Pakistan kosten möchte, der muss sich dazu in einen Asienshop oder Indischen Laden begeben. Ich habe zwei wunderbare Honey Mangos aus Pakistan erhalten. Diese sind so süß und aromatisch, dass sie ohne weitere Zutaten schon ein himmlischer Genuss sind. Also entschied ich mich sie so zu verarbeiten, dass ihr unglaublich tolles Aroma voll zur Geltung kommt. 

Damit die Mangos mit oder ohne Milch richtig gut schäumen, muss alles sehr kalt sein. Die Inder geben daher Eiswürfel dazu. Wir können aber auch alle Zutaten vorher gut kühlen.  Die Honig Mangos waren durchgehend süß auch beim Kern. Die Farbe war beim Kern orangegelb,  aber unter der Schale war die Farbe eher ein zartes Pfirsichrosa. Ich habe daher mit ein wenig Safran nachgefärbt. Safran diente hier aber nicht nur zum Färben, sondern rundete als Königin der Gewürze auch mit seinen vielen Aromastoffen den Geschmack ab.

Da es bei Zorra auf ihrem Blog 1 x umrühren bitte aka Kochtopf gerade wieder einen Blogevent gibt, nehme ich mit diesem Rezept daran teil.

Viel Spass beim Nachbereiten.
Anna


9 jahre kochtopf Blog-Event - Smart Speed Kitchen (Einsendeschluss 15.9.2013)

Zutaten für 2 bis 4 Desserts:
2 reife Honig Mangos (= zirka 500 g mit Schale und Kern aus Indien oder Pakistan)
200 ml Sahne
ein paar Safranfäden
4 EL heißes Wasser
1 Messerspitze gemahlenen Kardamom *optional
ein paar Eiswürfel
etwas gehackte Pistazien

1 Stabmixer, 1 hohe Schüssel, Dessertgläser


  1. Vorbereitung: Mangos waschen abtrocknen und 30 Minuten in den Kühlschrank legen.
  2. Safran mit den Fingern in eine kleine Schüssel zerreiben. Mit heißem Wasser übergießen, abdecken und zur Seite Stellen. 
  3. Sahnebecher ein paar Minuten in das Tiefkühlfach stellen
  4. Eine Mango links und rechts knapp beim Kern abschneiden.  Mit einem Messer einmal längs und einmal quer bis zur Schale einschneiden. Die Schale der Mango nach aussen drücken, damit die Mangostücke wie ein Igel abstehen. Mit dem Messer abstehende Stücke entlang der Schale abschneiden. Restliche Schale, die mit dem Fruchtfleisch noch am Kern anhaftet, ebenfalls vom Kern lösen und in Würfel schneiden. Würfeln zur Seite stellen.
  5. Mangopüree: Restliches Fruchtfleisch mit einem Esslöffel von der Schale und dem Kern abschaben und in eine schmale, hohe Schüssel geben.
  6. Mit der zweiten Mango ebenso verfahren. Das Fruchtfleisch kommt aber jetzt in die hohe Schüssel.
  7. 2 Eiswürfel, Kardamom und das Safranwasser mit den Safranfäden dazu geben.
  8. Mit dem Stabmixer zu einem Püree mixen.
  9. Die Hälfte des Pürees in die Dessertschüsseln verteilen.
  10. Indische Mangocreme: kalte Sahne zum restlichen Püree schütten.
  11. Mit dem Stabmixer kurz durchmixen. Das Püree wird dabei schön schaumig und zieht stark an.
  12. In die Dessertschüsseln verteilen.
  13. Topping: vorbereitete Fruchtwürfel darauf verteilen und mit gehackten Pistazien garnieren.

Tipps:
  • Es kann natürlich auch jede andere Mango dazu verwendet werden. Manchmal sind diese aber nicht so süß und müssen etwas gezuckert werden.
  • Kerne und Schalen mit 200 ml Milch übergießen und ein paar Stunden ziehen lassen. Abseihen und mit 1 g Guarkernmehl zu einem Schaum aufschlagen. 
  • Kerne und Schalen mit Sahne übergießen und ein paar Stunden ziehen lassen. Beliebig für Pralinen oder andere Cremen verwenden.
Verpackung der Honey Mangos
jede Mango war einzeln in einem weichen Gitternetz 
für den Transport ohne Druckstellen verpackt 
Honey Mangos
Fruchtfleisch bis zur Schale eingeschnitten und nach aussen gewölbt
Safranfäden in heißem Wasser - die Farbe entwickelt sich dabei besonders gut
schaumig gemixtes Mangopüree mit Safran
erste Schichte im Dessertglas
indische Mangocreme über das Püree geschichtet
 
dritte Schichte Mangofruchtwürfel mit gehackten Pistazien garniert 

Gastbeitrag von Jaqueline Teil II


So heute habe ich dann mal einen Gastbeitrag von der Jaqueline, von Ihr haben die Aufmerksamen Leser schon mal einen Gastbeitrag lesen dürfen. Wie es aussieht geht es Ihr zur Zeit recht gut, bzw. befindet sie sich auf dem Wege der Besserung.

Der Gastbeitrag:

Hallo liebe Akne Inversa Betroffene,

ich habe meinen Bericht lange aufgeschoben. Unter anderem auch weil ich frustriert war.
Die Abszesse traten das erste Mal bei mir (weiblich) auf als ich 12 Jahre alt war. Meine AI ist vererbt (Vater & Bruder ebenfalls betroffen) und chronisch.
Auch wie alle anderen habe ich Leiden, Medikamente und viele Operationen hinter mir.
Seit dem 10.08.2013 hat sich bei mir einiges geändert. Ich habe aufgehört zu rauchen und nachdem ich feststellte dass bei mir der Zunehm-Mythos ausblieb entschloss ich mich nun auch wieder letzte Woche Freitag mit einer hartnäckigeren Gewichtsreduktion. Gewicht August 2011: 136,5 KG, Gewicht September 112,5 KG. Noch ein langer Weg bis zur Gewichtsreduktion.
Und nun habe ich mir von meiner Ärztin nachdem ich dachte, dass ich vor Leisten- und Oberschenkelschmerzen sowie Poschmerzen jeden Moment eingehen würde, schließlich das Medikament IsoGalen 20 mg, Weichkapseln verschreiben lassen.
Ich will nicht sagen, dass ich nun Abszessfrei bin, Wunder darf man ja auch nicht erwarten. Aber mit der gesamten Lebensumstellung merke ich einen Unterschied zu vorher. Hoffentlich bleibt es auch so. Und ich bin auch gespannt, wie es weitergehen wird wenn das Medikament dann nach ca. 6 Monaten abgesetzt wird. Vor allem bin ich sehr gespannt, was passiert, wenn mein nächster Hormonschub kommt.
Gerade freue mich über  jeden schmerzfreien Tag und kann sie sogar genießen ?

Also liebe Jaqueline, das klingt schonmal nicht gar so übel will ich meinen und ich hoffe das es weiterhin bei dir Gut läuft, ich hoffe für Dich das beste. 
Wer den älteren Artikel lesen mag, der darf das gerne hier tun:
Jaquelines erster Beitrag zu Ihrem Verlauf mit der Akne inversa.
Ich sag erstmal vielen vielen Dank. 

Eine Schmerzfreie Zeit auch Euch anderen da draußen. 
LG Euer Dom

Kleine Dinger, großer Aufwand

Auch meine Cocktailtomaten tragen heuer wie wild, ich habe vorige Woche zwei Kilo davon gepflückt, und es ist noch kein Ende in Sicht. Da ich abends Zeit hatte (der Mitkoch war beim Fussball), wollte ich ihm eine Freude machen. Er mag Risotto, er mag Tomaten, also: Tomatenrisotto.
Allerdings ein etwas aufwendiges Rezept (weil ich ja Zeit hatte), ohne Parmesan und ohne Suppe, stattdessen mit einer konzentrierten Tomatenessenz, Weißweinbutter und Burrata.

Dieses Rezept aus dem Buch "Der reine Geschmack" von Gerd Wolfgang Sievers sieht vor, die Cocktailtomaten zu blanchieren, zu häuten, zu halbieren und sämtliche Kerne zu entfernen, auf dass man nur mehr das reine Tomatenfruchtfleisch verwende. Aus Kernen, Saft und Schalen bereitet man dann eine Brühe.

Ich weiß nicht, wie groß die Cocktailtomaten sind, die Sievers verwendet, meine waren definitiv zu klein für diese Aufgabe. Oder ich zu ungeschickt, ich weiß es nicht.
Nachdem ich auch von der fünften Tomate nach dem Häuten und Entkernen nur mehr kleine Futzerl zwischen den Fingern hatte, disponierte ich um. Für das benötigte Fruchtfleisch nahm ich die etwas größere Pol Robson (die Auswahl ist derzeit gottseidank groß), bei allem anderen hielt ich mich ans Rezept. Gelohnt hat sich der Aufwand auf jeden Fall. Der Risotto schmeckte so konzentriert und pur nach Tomaten, wie selten ein Gericht - meinte auch der (inzwischen etwas deprimiert heimgekehrte) Fussballfan ...




Cremiger Tomatenrisotto
für 2 Personen

200 g Risotto-Reis (K: Acquerello)
360 g aromatische, sehr reife Cocktailtomaten
200 g mittelgroße Tomaten (K: Pol Robson)
250 ml trockener Weißwein
75 g Butter
ca. 1 l Tomatenbrühe (selbstgemacht aus den Cocktailtomaten)
1 TL Butter
100 ml Creme fraiche (noch besser: Burrata)
Zucker, Salz
Olivenöl extravergine

Die mittelgroßen Tomaten blanchieren (ein paar Cocktailtomaten zur Dekoration des fertigen Risotto ebenfalls blanchieren), häuten, halbieren und mit einem Löffel Kerne und Saft entfernen (nicht wegwerfen), sodass das reine Fruchtfleisch übrig bleibt.
Die Cocktailtomaten halbieren, die Schalen und Kerne der mittelgroßen Tomaten dazugeben und mit einem Liter Wasser aufsetzen. Einen Esslöffel Zucker sowie einen Teelöffel Salz zugeben, aufkochen und dann auf kleinster Flamme ziehen lassen. Durch ein Sieb abseihen und beiseite stellen.
75 Gramm Butter in einem Topf aufschäumen lassen, mit dem Weißwein ablöschen und bei Mittelhitze auf ein Viertel einkochen. In ein Schüsserl füllen und im Kühlschrank erkalten lassen.

Gottseidank hab ich mir das Rezept vorher komplett durchgelesen, sonst hätte ich bei dieser Risottozubereitung ein Zeitproblem bekommen. Für mich dauert ein Risotto mit Vorbereitungen normalerweise etwa eine Stunde, für diesen muss man doch mehr Zeit veranschlagen.

Die Tomatenhälften in zwei Esslöffeln Olivenöl und einem Teelöffel Butter auf Mittelhitze schmoren, bis sie gerade weich sind. Während des Garens mit Zucker und Salz abschmecken.
Den Reis mit zwei Esslöffeln Olivenöl rösten, mit einem Schöpfer heißer Tomatenbrühe ablöschen, einkochen lassen. Mit so viel Brühe aufgießen, dass der Reis bedeckt ist. Damit fortfahren, bis der Reis al dente ist, das dauert etwa 20 Minuten. Am Ende der Kochzeit die Weinbutter und die Hälfte der Tomatenstücke einarbeiten, den Topf vom Herd nehmen und zwei bis drei Minuten zugedeckt ziehen lassen.
Abschmecken. Risotto auf zwei vorgewärmte Teller verteilen, mit den restlichen Tomatenstücken belegen und mit zerzupfter Burrata und einigen Cocktailtomaten verfeinern. Etwas Olivenöl drübergießen, ein paar Maldon-Salzflocken über die Burrata streuen - fertig!

Red Velvet Cupcake

Doppelrahm Frischkäse schmeckt eigentlich sehr salzig. Heute haben wir daher einmal Quark mit 20 % Fettgehalt ausprobiert. Wenn Quark rasch gerührt wird, dann beginnt sich das Wasser abzusetzen. Für diese Creme wird der Quark aber mit der Butter nach und nach mit dem Handmixer gerührt. Daher fügten wir Johannisbrotkernmehl und Guarkernmehl hinzu und ließen das ganze stehen. Der Quark hat sich schön verfestigt und trennte sich dadurch nicht vom Wasser.

Der Johannisbeersirup hat eine mehr bläuliche Farbe. Um diesen Blaustich in einen Rotstich zu verwandeln, setzten wir bei der Creme Zitronensaft hinzu. Das gab dann mit der weißen Creme ein sehr schönes Rosa. Im Cupcake wollten wir keine Säure zusetzen. Die Farbe sah aber nicht so toll aus, also frischten wir sie mit etwas roter Lebensmittelfarbe auf.

Zutaten für 12 Stück:
Teig:
100 g Mehl
60 g Maisstärke
150 g Zucker
4 g Johannisbrotkernmehl
7 g Backpulver
20 g Kokosraspeln
1 TL Kakao
100 g neutrales Speiseöl 
200 ml Milch
rote Lebensmittelfarbe *optional
Creme:
125 g Butter, weich
150 g  Puderzucker
100 g Quark 20 % Fettgehalt
15 g schwarzer Johannisbeersirup
15 g Zitronensaft
2 g Johannisbrotkenmehl
1/2 g Guarkernmehl
Abrieb einer ganzen Biozitrone

  1. Teig: Backrohr auf 190 °C vorheizen.
  2. Mulden der Muffinsform mit Backförmchen auslegen.
  3. Mehl, Maisstärke, Zucker, Johannisbrotkernmehl, Backpulver, Kokosraspeln und Kakao in eine Schüssel geben. Mit einem Schneebesen vermischen.
  4. Johannisbeersirup, Öl und Milch in einer anderen Schüssel geben. Mit dem Handmixer/Rühreinsätze alles zusammenmischen.
  5. Zu den trockenen Zutaten schütten und durchmixen. Der Teig ist eher flüssig. Zieht aber nach einer Weile an.
  6. In die Backförmchen verteilen.
  7. In das Backrohr schieben und 25 Minuten backen.
  8. Herausnehmen, kurz abkühlen lassen dann die Cupcakes aus den Mulden nehmen und auf ein Gitter stellen. Vollständig auskühlen lassen.
  9. Creme: Quark, Abrieb der Zitronenschale, 1 g Johannisbrotkernmehl und Guarkernmehl langsam miteinander vermischen und zur Seite stellen.
  10. Puderzucker sieben.
  11. 1 g Johannisbrotkernmehl, Johannisbeersirup und Zitronensaft miteinander verrühren und zur Seite stellen.
  12. Butter 1 bis 3 Minuten lang mit dem Handmixer/Rühreinsätze auf höchster Stufe luftig rühren.
  13. Puderzucker nach und nach Esslöffelweise auf niederster Stufe dazurühren. Die Masse soll schaumig und fast weiß sein.
  14. Die Quarkmischung esslöffelweise mit dem Handmixer auf niederster Stufe in die Masse einarbeiten.
  15. Die Hälfte der Masse zur Seite stellen.
  16. In die andere Hälfte die Johannisbeermasse teelöffelweise nach und nach in die Masse vorsichtig einarbeiten. Lieber zu wenig als zu viel nehmen.
  17. Fertige Creme 10 Minuten kalt stellen. 
  18. Dressiersack ebenfalls etwas vorkühlen. 
  19. Dressiersack mit großer Tülle nehmen und in eine hohe dünne Schüssel stellen und nach aussen hin umstülpen.
  20. Eine der Cremen mit einer Palette so hineinfüllen, dass sie auf der einen Seite des Dressiersacks klebt. Dann mit der anderen Creme die freie Seite füllen. (siehe Foto)
  21. Dressiersack hochheben und oben mit einer Hand schliessen. Mit der andern Hand die beiden Massen nach unten pressen.
  22. In die Mitte der Cupcakes dressieren. Wenn wir einfach auf die gleiche Stelle pressen und dann etwas nach oben ziehen, entsteht eine zweifarbige Rosette mit eine Spitze. Wenn wir die Tülle auf der selbe Stelle halten und mit der anderen Hand den Cupcake drehen, entsteht eine zweifarbige Rosette in Spirallenform.
  23. Kalt stellen und vor dem Servieren kurz auf Zimmertemperatur bringen.
 trockene Zutaten - gesiebt und gemischt
 feuchte Zutaten gemixt
 fertiger sehr weicher Teig
 in den Backförmchen gefüllter Teig
 fertig gebacken
 auf einem Rost zum Abkühlen
 fertig gerührte, schaumige Butter
 Quarkmischung
 Butter mit Puderzucker gerührt
 fertig mit der Quarkmischung gerührt
 halbe Creme mit einen Teelöffel Johannisbeer-Zitronenmasse
 fertige Creme mit Johannisbeer-Zitronenmasse
 links: fertige helle Creme rechts fertige Johannisbeer-Zitronencreme
 beide Cremen im Dressiersack
fertige Cupcakes
 einfach aufgespritzte Creme mit einer Cranberry
Red Velvet Cupcake Anschnitt
aufgespritzte Creme in Spirallform
Tipp: 
Wer lieber Doppelcreme Frischkäse nehmen möchte, kann das Guarkernmehl streichen und vom Johannisbrotkernmehl nur 1 g nehmen.

Ma La, oder: Herr Katzer meint ...

Herr Gernot Katzer hat die genauesten Informationen über Gewürze. Jeder, der gerne kocht und fundiertes Hintergrundwissen über Gewürze braucht, ist sicher schon mal auf seiner Seite gelandet. Das dort versammelte Wissen ist unglaublich umfangreich. Außerdem gibt's von ihm ein gut gemachtes, sehr nützliches Buch über Gewürze.

Seit einigen Jahren bin ich ein Fan von Sichuanpfeffer. Wie interessant Sichuanpfeffer schmeckt, hab ich hier schon mal erwähnt. Ich bin nach wie vor begeistert von dem eigenartiges Gefühl, das er auf der Zunge hinterläßt, fast wie nach einer Lokalanästhesie. Seit einigen Wochen habe ich sogar eine Sichuanpfefferpflanze, angeblich völlig winterhart, auch in unseren Breiten. Sie ist allerdings noch so winzig, dass ich ihr einen Winter im Haus, neben den Zitruspflanzen, gönnen werde.

Für die Älteren: Sieht so eine Samenkapsel nicht ein bisschen aus wie Pac-Man?

Für die Chinesen ist die Schärfe dieses Pfeffers so wichtig, dass es dafür einen eigenen Namen, nämlich "ma" gibt, im Gegensatz zur Schärfe des Chili, die "la" heißt. Gerichte, die die Worte "ma la" im Titel führen, sind sowohl mit Chili als auch mit Sichuanpfeffer gewürzt. Besonders beliebt sind solche Gerichte - was wenig verwundert - in der Provinz Sichuan.

Beim Sichuanpfeffer verwendet man nur die getrockneten Samenkapseln, nicht die kleinen schwarzen Beeren. Je nach Qualität kann in einem Packerl Sichuanpfeffer schon eine mehr oder weniger große Menge an "Beifang" sein. Also schwarze Beeren, Ästchen und dergleichen mehr.

Herr Katzer meint, das sollte man aussortieren. Eine sehr kontemplative Tätigkeit für einen verregneten Nachmittag, kann ich jedem nur empfehlen! Das Ergebnis sieht dann so aus:

Beim Sichuanpfeffer sind wirklich nur die Schalen aromatisch, die schwarzen Kerne müssen weg!

Das Gericht, das ich damit kochte, heißt "Ma la zi ji". Also mit  Sichuanpfeffer und Chili gewürzt. Ins Englische übersetzt heißt das "Numbing-and-hot (betäubend und scharf)-Chicken". Es ist aus dem Kochbuch "Revolutionary Chinese Cookbook" (Recipes from Hunan Province) von Fuchsia Dunlop und wurde schon in der Qing-Dynastie in vielen Restaurants der Hauptstandt Changsha serviert.

Es ist sehr einfach zu kochen, wenn man davon absieht, dass wir beim Frittieren der Hühnerstücke die Küche mit heißem Fett geflutet haben, weil wir unseren Riess-Email-Frittiertopf mit zu viel Öl befüllt hatten.

Numbing-and-hot-Chicken (Ma la zi ji)
für 2 hungrige Personen

350 g Hühnerbrustfleisch
2 kleine rote Paprika
1 frischer roter Chili
3 Frühlingszwiebeln (K: Schalotten)
1 TL Sichuanpfeffer
1 TL Sesamöl
neutrales Pflanzenöl zum Frittieren

Marinade:
1 EL Shaoxing Wein
1 EL helle Sojasauce
1/4 TL dunkle Sojasauce
1 EL Maizena, gemischt mit 1 EL Wasser

Sauce:
1 EL helle Sojasauce
1 EL heller Reisessig
1/2 TL Maizena
3 EL Suppe



Das Huhn in kleine, mundgerechte Stücke schneiden. In einer Schüssel mit den Marinadezutaten mischen und beiseite stellen.
Die Paprika entkernen und in kleine Quadrate schneiden. Den frischen Chili in dünne Scheiben schneiden. Frühlingszwiebeln in grobe Stücke schneiden. Sichuan Pfeffer leicht anrösten und grob mörsern.
Öl in einem Frittiertopf oder Wok auf 180 bis 200 Grad erhitzen. Die Hühnerstücke schnell für etwa 30 Sekunden frittieren, bis sie sich voneinander lösen und eine helle Farbe haben. Herausnehmen. Warten, bis das Öl wieder 180 bis 200 Grad hat, dann die Hühnerstücke ein zweites Mal frittieren, bis sie goldbraun sind. Abtropfen lassen.

Alle Zutaten für die Sauce miteinander glatt verrühren. Drei Esslöffel Öl im Wok erhitzen. Paprika reingeben, ebenso die Chilis, die Zwiebeln und den Sichuanpfeffer. Rühren, bis alles duftet, etwa drei bis vier Minuten. Die Hühnerstückchen dazugeben. ebenso die Sauce. Umrühren, bis sie eindickt. Vom Herd nehmen und das Sesamöl einrühren. Mit Reis servieren.

Hat uns sehr gut geschmeckt, eventuell könnte man noch ein kleines bisschen mehr Sichuanpfeffer nehmen, vor allem, wenn man ihn genauso gerne mag wie wir. Die leicht betäubende Wirkung hat man allerdings auch schon bei dieser Menge gespürt. Wein hat es zu so einem Essen eher schwer. Wir haben ein gutes Mühlviertler Bier getrunken.