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Quarkschnitten mit Schneehaube

Das Rezept habe ich vor ganz vielen Jahren mal in der Zeitschrift "Tina" entdeckt. Er gehört seitdem zu meinen Standarts.
Es ist ein wunderbar cremiger Quarkkuchen, den man allerdings nicht zu früh anschneiden sollte.
Daher backe ich ihn meist am Vorabend. So hat er genügend Zeit zum ruhen und ich komme nicht in Versuchung.


Backofen auf 180 Grad vorheizen

Das Backgitter (Lumara) mit einer Backfolie auslegen, den Rahmen der verstellbaren Backschnitte auf 27 x 27 cm einstellen und auf das Gitter stellen.

für den Teig:
50 g Zucker 
1 Ei 
120 g Margarine 
250 g Mehl 
1 TL Backpulver 
in den Mixtopf wiegen und 1 Minute/Teigstufe kneten.
Ohne TM: von Hand oder mit der Küchenmaschine rasch verkneten


 Den Teig entweder direkt in den Backrahmen als Boden drücken oder ausrollen und hinein legen.

Füllung:
5 Eigelb
2 EL Vanillezucker (selbst gemacht) 
1 kg Quark
500 g Milch 
300 g Zucker 
120 g Sonnenblumenöl
2 EL Zitronensaft
2 Päckchen Vanillepuddingpulver
in den Mixtopf wiegen und 2 Minuten/Stufe 4 vermischen. 

Ohne TM: die entsprechenden Mengen von Hand oder einer Küchenmaschine verrühren.

Die ziemlich flüssige Quarkmischung gleichmäßig auf den vorbereiteten Teig verteilen und 1 Stunde backen. 
Mixtopf gut ausspülen und trocknen.

100 g Zucker 
in den Topf wiegen und 10 Sekunden/Stufe 10 pulverisieren.

Ohne TM: Puderzucker verwenden

Rühraufsatz einsetzen
5 Eiweiß
1 Prise Salz 
dazu geben und 5 Minuten/Stufe 3 steif schlagen. 

Ohne TM: Eiweiß mit einer Küchenmaschine oder von Hand steif schlagen, dabei Puderzucker und Salz einrieseln lassen.

Den Kuchen nach der angegebenen Backzeit aus dem Backofen nehmen, den Eischnee vorsichtig darauf verteilen und unter Sichtkontakt noch weitere 12-15 Minuten nicht zu dunkel fertig backen. 
Am besten über Nacht in der Form abkühlen lassen.


Dies ist mein Beitrag zur


Alle sonntagssüßen Leckereien werden heute von Kathrin gesammelt und bei Pinterest veröffentlicht.

Grün oder gelb-schwarz ...



Bananen. Da scheiden sich beim Mitkoch und mir die Geister, was den richtigen Reifegrad betrifft. Wenn überhaupt, mag ich sie am liebsten noch fast grün - das geht bei ihm gar nicht. Die Schale darf ruhig schon schwarze Punkterl haben, so sind sie ihm am liebsten. Die kommen bei mir nur mehr püriert in die Milch mit Vanillezucker. Wenn man also den richtigen Partner hat, ist sichergestellt, dass Bananen in diesem Haushalt nicht verderben. Für jeden Reifegrad gibt es Abnehmer.
Dies ist jedenfalls das beste Bananenkuchenrezept, das ich je probiert habe - ehrlich! Mein Mitkoch, ein Bananenjunkie, ist da der gleichen Meinung.

Bananen-Vanille-Kuchen mit Zitronenglasur

250 g weiche Butter
300 g Backzucker
4 Eier
4 reife Bananen (eher die gelb-schwarzen)
2 TL Vanillepaste
2 TL Natron
125 ml kochendheiße Milch
375 g Mehl glatt, Typ 480
2 TL Backpulver
Salz

300 g Staubzucker
1 Eiklar
Zitronensaft
1 Banane zur Dekoration
Schale einer halben Zitrone und einer halben Orange



Ofen auf 160 Grad Heißluft vorheizen. Eine 26-cm-Springform ausbuttern, Boden mit Backpapier auslegen. Butter und Zucker schaumig rühren. Eier nach und nach unterrühren. Die Bananen pürieren und mit der Vanille ebenfalls unterrühren. Natron in die kochendheiße Milch geben. Achtung, es schäumt kurz und heftig auf! Unter den Teig rühren. Mehl, Backpulver und Salz einrühren. In die Springform geben. Ungefähr eine Stunde backen. Stürzen und auskühlen lassen.

Währenddessen die Glasur herstellen. Dafür Staubzucker, Eiklar und Zitronensaft über Wasserbad zu einer zähen Masse verrühren. Nur so viel Zitronensaft nehmen, dass sich der Staubzucker gerade auflöst. Bei mir war das fast der Saft einer ganzen Zitrone. Eine Banane  in Scheiben schneiden und mit Zitronensaft beträufeln. Die Glasur auf den ausgekühlten Kuchen streichen. Mit Bananenscheiben sowie geriebenen Zitronen- und Orangenschalen dekorieren.
Das (von mir leicht veränderte) Rezept stammt übrigens aus dem Kochbuch "Eat Fresh" der Neuseeländerin Annabel Langbein.

Fondant Dekoration für Cupcakes und Petits Fours

Das gerollte Fondant, das wir in unserem letzten Blogeintrag gezeigt haben, lässt sich auch wunderbar einfärben. Alle Dekorationen, die wir bereits mit Marzipan gezeigt haben, können auch mit diesem Fondant kreiert werden.

Einfärben:
  • Zum Einfärben eignen sich am besten flüssige Lebensmittelfarben. Mit Gummihandschuhe in das Fondant einarbeiten. Dann mit den warmen Händen ohne Handschuhe gut durchkneten und bis zur Verwendung unter einer Frischhaltefolie aufbewahren.
  • Hat das Fondant nicht die gewünschte Geschmeidigkeit, dann ein paar Tropfen heißes Wasser hinzufügen und nochmals gut durchkneten. Werden die Hände dabei klebrig, dann waschen, gut abtrocknen und nochmals durchkneten.
  • Ist die Küche oder das Fondant zu kalt, dann ist eine angewärmte (nicht heiße!) Pfanne sehr hilfreich beim Kneten.
  • Es kann auch erst nur ein kleines Stück kräftig eingefärbt werden. Dann von dieser Grundmasse kleinere Stücke in Farbabstufungen einfärben.
blau und rot gemischt in warmer Pfanne
Kleine Dekors:
  • Das Fondant eignet sich auch sehr gut zum Ausstechen kleiner Dekorationsstücke, die wir auf Vorrat vorbereiten können. Etwas Backpapier auslegen und ein Stück eingefärbtes Fondant ohne Puderzucker darauf ausrollen. Mit einer Ausstechform ausstechen.
  • Als Ausstechformen können auch Trichter verwendet werden. Mit dem Trichter ausstechen, dann den Trichter umdrehen und einmal mit dem Fingern darauf klopfen, sodass die kleine Scheibe auf das Backpapier fällt.
  • An der Luft auf Backpapier trocknen und dann ihn Twistoffgläser oder in einer luftdichten Dose zwischen Lagen von Backpapier aufbewahren.
eingefärbtes Fondant ausgerollt und ausgestochen
 mit Trichter ausgestochen und umgedreht
 mit den Fingern einmal leicht oben aufgeschlagen
ausgestochene kleine Dekorstücke:
Herzen, Scheiben, Karos, Kleeblätter und Blätter
in verschiedenen Farben - mamorisierte Farben beleben,
es muss daher nicht alles gleichmässig eingefärbt sein

Dekorscheiben für Cupcakes:
  • Diese Scheiben können schon in der Größe der Cupcakes vorbereitet und dann auf einer abgeflachten Schicht Buttercreme auf die Cupcakes gelegt werden.
  • Fondant nicht zu dünn ausrollen und mit einem Glas oder einer runden Ausstechform die Scheiben ausstechen.
  • 20 g Zucker in 20 g Wasser auflösen und in einem kleinen Topf einmal aufkochen lassen. In eine kleine Schüssel geben. Dekorstücke einzeln damit leicht anfeuchten und auf die Scheibe legen. Leicht andrücken.
 kleine Rose und Blätter wie bei der kleinen Marzipanrose
schon gezeigt wurde
 lustiges Smily mit rausgestreckter Zunge
kleine Scheiben mit Trichter ausgestochen, bei den Augen ein wenig zusammengedrückt.
kleine Rolle für den Mund und handgeformte Zunge über die Rolle gelegt
ausgestochene Herzen in 2 Farben, kleine Scheibe in der Mitte
mit Zuckerwasser angeklebt und auch dünn für den Glanz oben bestrichen -
ein kleiner Pinsel ist hier hilfreich, ansonsten mit dem Finger anfeuchten
kleines Vögelchen mit Ausstechform ausgestochen - kleine Scheibe als Auge plus ein kleines weißes Kügelchen hineingesetzt - etwas grün auf den Bauch gedrückt - ein kleiner Flügel geformt und daraufgesetzt - zwei kleine Kügelchen für die Füsse unter dem Bauch gesetzt - Fondant mit Kakao abgedunkelt und ein Zweig geformt - zwei Blätter mit der Hand geformt und darauf gesetzt - Schwanz, Flügel und Äderchen von den Blättern mit einem Zahnstocher eingedrückt.
Cupcake mit Buttercreme bestreichen
 Dekorscheibe auf die Buttercreme setzen

Einfache gerollte Rose:
 Fondant ausrollen - Rundung oben wegschneiden - einen Streifen abschneiden
 Streifen so einrollen, dass er oben immer mehr übersteht
- dann obere Ränder etwas nach aussen biegen. (Fondant war hier bei uns schon
ein wenig eingetrocknet und erscheint im Foto daher etwas brüchig)
fertige gerollte Röschen

Gerolltes Fondant ohne Gelatine und Eiklar

gerolltes Fondant als Beispiel für die Elastizität
Manche mögen kein Marzipan und bevorzugen gerolltes Fondant für die Herstellung dekorativer Torten, Dekor-Cupcakes und Petits Fours.  Das Rezept im Buch für gerolltes Fondant ist für kleinere Konfekte ideal, eignet sich aber nicht zum Ausrollen. Heute zeigen wir ein gerolltes Fondant ohne Gelatine, ohne Eiklar und ohne Glyzerin, das sich trotzdem sehr gut ausrollen lässt, sehr elastisch ist und nicht zu rasch trocknet.

Zutaten für 350 g gerolltes Fondant:
4 g Fruchtzucker
60 g Traubenzucker
9 g Maisstärke
50 g Wasser
250 g Puderzucker
10 g Kokosfett, zimmerwarm
Aroma (nach belieben)
Puderzucker für die Arbeitsfläche
  1. Maisstärke 7 Minuten bei mittlerer Hitze in der Pfanne rösten. Dabei ständig rühren, damit es gleichmässig röstet. Wird es zu heiß, dann die Hitze etwas zurückschalten. Es soll danach noch weiß sein.
  2. Etwas von dem Wasser nehmen und die Maisstärke anrühren.
  3. Einen kleinen Topf auf die Waage stellen und das Gewicht aufschreiben.
  4. Fruchtzucker, Traubenzucker und restliches Wasser in dem Topf erhitzen. Von der Herdplatte ziehen. Die Maisstärke einrühren.
  5. Wieder auf die Herdplatte geben und bei kleiner Hitze köcheln lassen.
  6. Dazwischen immer wieder auf die Waage stellen und nachsehen ob der Topf schon das notierte Gewicht plus 100 g hat. Sobald dies der Fall ist Topf vom Herd nehmen und in ein kaltes Wasser stellen.
  7. Inhalt in eine große Knetschüssel schütten und auskühlen lassen.
  8. Puderzucker darüber sieben und mit einem Kochlöffel verrühren. Aroma hinzufügen.
  9. Kokosfett hinzufügen. Dann mit den Händen gut zusammenkneten. Zu beginn nicht den ganzen Puderzucker verwenden. Erst verrühren und dann nach und nach den Rest hineinarbeiten, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
  10. Puderzucker auf die Arbeitsfläche streuen und den Zuckerteig zu einer Kugel formen. Mit dem Nudelholz in die gewünschte Stärke ausrollen. Beim Ausrollen nie den Zuckerteig wenden, sondern nur drehen.
 Maisstärke in Pfanne geröstet
 Traubenzucker, Fruchtzucker und Wasser
 angerührte geröstete Maisstärke
 fertig gekochte Masse mit Maisstärke
 zäher Stärkesirup mit Puderzucker in einer Knetschüssel (= weite Schüssel)
Eingedrückter Zuckerteig
 ausgerollter Zuckerteig (= gerolltes Fondant)
 ausgerollter Zuckerteig über eine Digitalwaage gehängt
zeigt die Elastizität des Fondants

 ausgerollter Zuckerteig über eine Keksdose gelegt (statt Torte als Beispiel)
unterer Rand abgeschnitten

Tipps:
  • Am besten lässt sich der Zuckerteig frisch verarbeiten. Wir haben ihn innerhalb einer Stunde 3 mal zusammengeschlagen, neu geknetet und wieder ausgerollt. Er lies sich so dünn ausrollen, dass eine Hand darunter sichtbar war. Benötigt man ihn aber nicht sofort, dann zu einer glatten Rolle formen und in Frischhaltefolie fest einschlagen. Dann nochmals in 2 Plastiksäcke und in eine luftdichte Dose legen.
  • Ist der Zuckerteig fest, dann kann man ihn in grobe Stücke zerbrechen und in eine Metallschüssel geben. 1 bis 3 Teelöffel Wasser dazugeben, die Schüssel abdecken und in ein heißes Wasserbad stellen. Wasserbad mit Schüssel am Besten noch bei 50 °C in das Backrohr stellen. Sobald die Masse wieder weich ist, nochmals vor Verwendung gut durchkneten. Die Hände werden dabei klebrig. Hände waschen, gut abtrocknen und nochmals kneten. Die Masse wird sich dann nicht mehr so klebrig anfühlen.
  • Das gerollte Fondant lässt sich auch gut mit Lebensmittelfarbe einfärben und für Dekorationen verwenden.
  • Mit Pfefferminzöl, Zitronenöl, Orangenöl, Vanilleessenz oder andere Essenzen aromatisieren.
  • Wird das Fondant etwas trocken, dann kann man ein paar Tropfen heißes Wasser hinzufügen und nochmals durchkneten. Ist es zu feucht, dann mehr Puderzucker hinzufügen.
Valentina hat uns ein Foto von ihrer ersten, sehr schönen Fondanttorte mit obigem Fondantrezept geschickt und uns freundlich genehmigt es hier zu veröffentlichen. Sie hat die Torte mit einer Erdbeercreme gefüllt und mit Schokoladenganache aussen überzogen. Dann im Kühlschrank fest werden lassen und danach das eingefärbte Fondant aufgelegt. Für diese Torte hat sie die doppelte Menge von unserem Fondant benötigt. Die Dekoration entstand nur mit einem Nudelholz, einem Herz-Ausstecher und einem Pizzaschneider.
    Valentina's erste Fondanttorte

    Freitags-Füller #153



    der den Freitag so besonders macht
    (die fettgedruckten Stellen sind meine Füller) 


    1.  Ab und zu mache ich mir einfach zu viele Gedanken und dann stehe mir selbst im Weg.
    2.  Erdbeereis mit frischen Erdbeerstückchen und Sahne vermischt, darüber noch einen kleinen Klecks Sahne und Fruchtpüree - das ist Manu's homemade-Spezialeisbecher - hmmmm, lecker!
    3.  Meine Frühlingsdeko ist nicht sonderlich umfangreich, mit reicht eine Schale mit leuchtenden Blumen um den Winter aus meinem Heim zu vertreiben.
    4.  Ich habe mich gut in Geduld geübt, daher sage ich selten "mir reicht's!".
    5.  Vorhin, als der Wecker klingelte, dachte ich "thank god it's friday!".
    6.  Mein Staubsaugerroboter kommt überall hin, nur unter dem Sofa muß ich ab und zu selbst Hand anlegen.
    7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen gemütlichen Feierabend. Ich möchte für das Wochenende einen feinen Kuchen backen, morgen habe ich geplant mit der kleinen Tochter meiner Freundin mal wieder ins Kino zu gehen und Sonntag möchte ich mir noch offen lassen!

    Krautwickel

    Krautwickel schmecken mir unwahrscheinlich lecker und der Aufwand lohnt sich allemal!


    In einem großen Topf reichlich Salzwasser mit 1 TL Kümmel aufkochen.

    1 Kopf Spitzkraut oder Wirsing

    Kraut putzen und den Strunk tief herausschneiden. In dem Salzwasser blanchieren, dabei nach und nach die äußeren Blätter ablösen da die sonst zu weich würden. Krautbrühe nicht wegschütten!

    3 altbackene Semmeln in heißem Wasser einweichen, ausdrücken.


    500 g Schnitzelfleisch
    500 g falsches Filet (Rind)
    beides in mundgerechte Stücke geschnitten, jeweils zu 250 g (Menge sollte nicht mehr sein) in den Mixtopf geben und 6-8 Sekunden/Stufe 7 zerkleinern und umfüllen.

    Ohne TM: Fleischwürfel durch den Fleischwolf drehen oder fertiges Hackfleisch beim Metzger kaufen


    2 Möhren
    1 Zwiebel
    1 gute Handvoll in Stücke geschnittenes Kraut
    in den Topf geben und 2-3 Sekunden/Stufe 4 je nach Wunsch zerkleinern und umfüllen.

    Ohne TM: das Gemüse grob zerkleinern

    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

    2 Zwiebeln
    in dem Mixtopf geben und 5 Sekunden/Stufe 5 zerkleinern.

    Ohne TM: in Würfel schneiden

    1 EL Butterschmalz
    dazu geben und 3 Minuten/Varoma/Stufe 1 andämpfen.

    Ohne TM: kurz in einer Pfanne andämpfen, nicht bräunen

    Hackfleisch
    3 Eier
    ausgedrückte Semmeln
    Salz, Pfeffer, Paprika, Majoran, Thymian, gem. Kümmel, selbstgemachte Streuwürze
    in den Mixtopf zu den Zwiebeln geben und 1 Minute/Teigstufe mithilfe des Spatels vermischen.

    Jeweils ca. 2 EL von der Hackmasse als Kloß auf die Krautblätter geben, die Seiten einschlagen und das Krautblatt fest aufrollen.
    Ich verwende kein Güchengarn. Das ist mir beim Servieren nur lästig.
    Da ich die Krautwickel (mit dem Verschluß nach unten) schön dicht nebeneinander in den Bräter schichte, haben sie keine Möglichekeit auseinander zu fallen.

    Die Krautwickel in heißem Butterschmalz von allen Seiten kräftig anbraten und herausnehmen.

    100 g gerauchten Bauch (gewürfelt)
    und das zerkleinerte Gemüse in dem Fett ebenfalls kurz anbraten.

    Bratensatz mit wenig Gemüsebrühe ablöschen und lösen.

    Backofen auf 200 Grad vorheizen.

    Den Bratensatz in eine ofenfesten Bräter geben, Krautwickel dazu legen, das Gemüse darum verteilen, mit ca. 1 Liter Krautbrühe übergießen und zugedeckt im Backofen ca. 50-60 Minuten schmoren lassen.

    Krautwickel aus dem Bräter nehmen, die Sauce abseihen, nochmals aufkochen lassen, eventuell noch mal nachwürzen und bei Bedarf noch etwas binden.

    Krautwickel zurück in die Sauce legen. Uns schmecken dazu Salzkartoffeln.

    Griechisches Gulasch

    Stifado, eine Art griechisches Gulasch, hab ich im zarten Alter von 20 Jahren auf Zypern kennengelernt. Mein Freund und ich hatten uns Mofas geliehen und kurvten auf der Insel herum. Als wir mittags Hunger bekamen, fuhren wir an einen Strand zu einer windschiefen Taverne. Dort wurde täglich nur ein Gericht serviert. Da wir kein Griechisch sprachen und der Wirt kein Englisch, blieb es das Geheimnis des Wirtes, was er uns da serviert hatte.

    Aber wir saßen da, mit Blick aufs Meer, müde und staubig vom Herumfahren. Vor uns etwas, das im Geschmack entfernt an heimisches Gulasch erinnerte, aber noch viel besser schmeckte. Ein fremdartiger, feiner Geschmack. Im Gespräch mit dem Wirt, das wir mit Händen und Füßen führten, meinte ich, das Wort "Stifado" herausgehört zu haben. Ein paar Tage später kaufte ich bei einem Stadtbummel ein schmales Büchlein mit zypriotischen Rezepten. Drin fand ich beim Durchblättern: "Wodino stifado" - Rinderbraten mit Zwiebeln, Essig, Tomaten und Zimt. Zimt war also das Gewürz gewesen, das ich nicht zuordnen konnte, weil ich es nur von Keksen und Kuchen kannte.
    Mein Stifado-Rezept hat sich seit damals nicht geändert - schon aus Rücksicht auf meinen Papa, der es so am liebsten isst.

    Stifado

    1 kg Rinderwadl
    Olivenöl
    Butter
    2 große Dosen Pelati
    2 Zimtstangen
    1 kg Schalotten
    200 ml Weißweinessig
    1/2 l Rindsuppe
    10 schwarze Pfefferkörner



    Das Rindfleisch in nicht zu kleine Stücke schneiden. Die Pelati etwas zerkleinern, die Flüssigkeit nicht weggießen. Wasser zum Kochen bringen, die Schalotten darin fünf Minuten köcheln lassen, anschließend in kaltes Wasser geben und schälen. In einem großen Topf Olivenöl und Butter erhitzen, die Schalotten darin bei mittlerer Hitze anbraten, rausnehmen und auf ein Teller legen.
    Das Fleisch im Öl-Buttergemisch anbraten. Zimt und Pfefferkörner beigeben. Den Essig hineinleeren, wenn er kocht, die restlichen Zutaten - bis auf die Schalotten - beigeben. Das Stifado ungefähr zwei Stunden köcheln lassen, am Anfang ohne Deckel, wenn es zu stark einkocht, zudecken. Etwa eine dreiviertel Stunde vor Ende der Garzeit die Schalotten wieder hineingeben.
    Als Beilage müssen es für mich Kritharaki sein, das sind kleine reiskornförmige Nudeln aus
    Hartweizengrieß (Die heißen in unserer Familie allerdings aus nicht mehr nachvollziehbaren Gründen Juwezi).
    Natürlich passen genausogut Nockerl, Erdäpfel, Reis oder Nudeln. Und beim Stifado ist es wie beim Gulasch: Noch besser schmeckt es dann am nächsten Tag. Auf Zypern tranken wir dazu Cola, heute bevorzuge ich Rowein.