Pages

Karamell-Konfekt

Ein tolles Konfekt für Parties, da es rasch an der Oberfläche trocknet und es ohne Glasur mit den Händen gegessen werden kann. Dazu sieht es sehr dekorativ aus und kann in beliebig große Würfel bis zu 3 cm x 3 cm geschnitten werden. Dazu besteht das ganze nur aus Sahne, Schokolade, Pekannüssen und schmeckt einfach himmlisch.

Zutaten für 35 bis 55 Stück (a 15  bis 24 Gramm):
200 g Sahne
300 g weiße Schokolade
125 g Zartbitterschokolade mit einem Kakaogehalt von 60%
100 g Milchschokolade
100 g Pekannüsse, geröstet (10 Minuten im Backrohr bei 180 °C)
  1. 100 g Sahne in eine etwas erhöhte, beschichtete Pfanne geben. Bei mittlerer Hitze erwärmen.
  2. Weiße Schokolade in kleine Stücke brechen und in die Sahne geben.
  3. Rühren und warten bis die Schokolade vollständig geschmolzen ist und ein wenig die Farbe verändert hat. Der Prozess bis hier dauert ungefähr 5 Minuten.
  4. Inzwischen eine andere Herdplatte auf kleinste Hitzestufe stellen. Pfanne auf diese Herdplatte ziehen, Glasdeckel darauf geben und simmern lassen.
  5. Sobald sich die Farbe in einen sichtbaren Karamellton verfärbt hat (nach 10 bis 20 Minuten), von der Herdplatte ziehen und in eine Schüssel gießen. Umrühren und abkühlen lassen.
  6. Zartbitter- und Vollmilchschokolade in grobe Stücke hacken.
  7. 100 g Sahne in einem kleinen Topf zum Kochen bringen und Herdplatte ausschalten.
  8. Gehackte Schokolade hineinschütten. Etwas warten bis die Schokolade zum Schmelzen anfängt.
  9. Inzwischen Karamell mit einem Kochlöffel gut durchrühren. Dabei setzt sich das überschüssige Fett/Kakaobutter ab. Flüssiges Fett in den kleinen Topf gießen.
  10. Alles gut durchrühren bis eine einheitliche Masse entstanden ist. In eine Schüssel schütten und kalt stellen.
  11. Warten bis die Masse kalt ist. (Im Kühlschrank 2 Stunden. Im Tiefkühlfach zirka 30 Minuten)
  12. Mit einem Handmixer Rühreinsatz auf höchster Stufe rühren bis die Masse sichtbar heller wird.
  13. Karamell in Stücke nach und nach mit dem Kochlöffel einrühren.
  14. Pekannüsse dazurühren.
  15. Eine Plastikform mit einem Streifen Backpapier so auslegen, dass das Backpapier etwas heraussteht.
  16. Die Masse in die Form füllen.
  17. Das überstehende Backpapier darüberlegen und mit den Händen fest in die Form drücken. Mit einem Teigspachtel die Oberfläche flach streichen.
  18. 5 Minuten in das Tiefkühlfach stellen.
  19. Aus der Form ziehen und in beliebig große Stücke schneiden.
  20. Stücke in ein geschlossenes Gefäß geben und im Kühlschrank 1 bis 2 Stunden fest werden lassen.
  21. Aus dem Kühlschrank nehmen und servieren. In einer luftdichten Dose aufbewahren.
 fertiger Karamell
 Karamell mit Kochlöffel bearbeitet
 fertig gerührte Masse vor dem Kühlen
 geschlagene Masse mit Karamell und Pekannüssen verrührt
Masse aus der Form einmal durchgeschnitten

Tipps:
  • Statt der Pekannüsse Walnüsse (= Baumnüsse) oder Haselnüsse verwenden.
  • Mit echter Vanille aromatisieren.
  • Ohne Nüsse zubereiten.

Superlockerer Butter- Zuckerkuchen

Mit diesem Blechkuchen möchte ich meinem Mixi eine Lobeshymne widmen. Er schmeckt einfach fantastisch, nicht zuletzt weil der Hefeteig der beste und lockerste ist, den ich kenne.
Die Idee und das Grundrezept stammt von meinem Helden (staatlich geprüfter Elektrotechniker). Er hat es aus den tiefsten Tiefen seiner Erinnerung hervorgekramt, als er in seinem früheren Leben sein Unwesen als Konditor trieb.
Dennoch: wer auf Kalorien schaut, sollte nun aufhören zu lesen. Dieser Kuchen ist nicht nur süß und buttrig sondern auch noch sahnig. Eine richtige Kalorienbombe also. Aber wenn ich ehrlich bin - nur dann schmeckt es doch. Und es ist auch genau das Richtige wenn es draußen trüb und kalt ist und wir Süßes für unser Seelenwohlsein benötigen.


Teig:

500 g Mehl
150 g Butter
50 g Zucker
1 Ei
1/4 TL Salz
1 Würfel Hefe
170 g Wasser
1 EL selbstgemachter Vanillezucker

Alle Zutaten in den Topf geben und 2 Minuten/Brotstufe kneten, auf einem Blech ausrollen, abdecken und 1/2 Stunde gehen lassen.

Belag:

150 g weiche Butter
12 Sekunden/Stufe 6 schaumig rühren und auf dem Teig verteilen.

130 g Zucker
1 Eigelb
in den Topf geben, 10 Sekunden/Stufe 3 vermischen und auf den gebutterten Hefeteig ausstreuen. Mit den Fingerspitzen Mulden in das Gebäck drücken

Man könnte die Zucker-Eigelb.Mischung auch direkt in die Butter einarbeiten, aber das Ergebnis wäre nicht das selbe. Durch das Aufstreuen kann der Zucker viel schöner karamellisieren.

50-80 ml Sahne
gleichmäßig darüber träufeln

Mandelblättchen nach Bedarf darüber streuen und den Kuchen ca 30-45 Minuten gehen lassen.

Backofen auf 210 Grad vorheizen und den Kuchen etwa 15 - 20 Minuten backen.




Marokkanische Wärme



Zurück aus London und fassungslos über diese extreme Kälte in Österreich. Ich dachte ja schon, an der Themse sei es eiskalt gewesen, aber das war ja gar nichts, verglichen mit den Temperaturen hier! Sofort wird zusätzlich der Kaminofen im Wohnzimmer eingeheizt und gleich auch noch der Holzofen in der Küche.

Eisiges Winterwetter braucht wärmendes, nahrhaftes Essen - die Ottolenghi-Salate werden wohl  ein bisschen später probiert. Da muss ein anderer Londoner Koch bemüht werden. Ich halte mich an Jamie Oliver und brate Lammfleisch mit getrockneten Marillen, Tomaten und Chili.

Marokkanischer Lammtopf mit Couscous
für 4 Personen

1 – 1 1/2 kg Lammschulter, sorgfältig zugeputzt und in größere Stücke geschnitten
1/2 TL Kreuzkümmelsamen
1 EL Koriandersamen
1 TL Fenchelsamen
5 kleine, getrocknete, entkernte Chilischoten
1 kleiner Bund Rosmarin, abgezupft
2 daumengroße Stücke frischer Ingwer, gerieben
Meersalz
frisch gemahlener, schwarzer Pfeffer
Olivenöl
4 Süßkartoffeln, geschält und in 2,5 cm große Stücke geschnitten
4 Knoblauchzehen, geschält und in Scheiben geschnitten
2 rote Zwiebeln, geschält und in Scheiben geschnitten
12 reife Eiertomaten, enthäutet, in Stücke geschnitten
1 Zimtstange
2 Lorbeerblätter
1 Handvoll getrocknete Marillen
1/2 Liter Rindsuppe
etwas Zitronensaft

250 g Couscous
griechisches Joghurt

Holzofen einheizen oder Backrohr auf 190 Grad vorheizen. Kreuzkümmel-, Koriander- und Fenchelsamen kurz anrösten, abkühlen lassen. Zusammen mit den Chilischoten, Rosmarin und Ingwer im Mörser zerstoßen, einige Esslöffel Olivenöl zufügen. Das Fleisch mit der Hälfte der Marinade kräftig einmassieren. Die restliche Marinade in einer Schüssel mit den Süßkartoffeln, den Zwiebeln und den Knoblauchzehen vermengen.

Das Fleisch in einer Kasserolle in etwas Olivenöl von allen Seiten anbraten und wieder herausnehmen. Jetzt die Süßkartoffelmischung in der Kasserolle etwa vier Minuten andünsten. Tomaten dazugeben, ebenso den Zimt und die Lorbeerblätter sowie die getrockneten Marillen. Das Fleisch auf das Gemüsebett legen und mit Suppe aufgießen. Zirka zwei Stunden ohne Deckel im Ofen schmoren. Mit Salz und Zitronensaft abschmecken.



Mit Couscous und einem Klecks Joghurt servieren. Dieses Rezept ist ein absoluter Renner bei uns. Beim ersten Mal haben wir den Fehler gemacht, und sehrsehr wenig Chili verwendet, um die Gaumen der Jugendlichen zu schonen. Das störte aber die geschmackliche Harmonie des Essens: Es schmeckte vor allem süßlich, die Schärfe der Chilis hat richtig gefehlt. Und falls es jemandem wirklich zu scharf wird, hilft ja zuverlässig das Joghurt, das dazu serviert wird (Für alle, die das noch nicht wissen: Capsaicin, der Wirkstoff der Chilis ist fettlöslich, aber nicht wasserlöslich. Das heißt, Wassertrinken hilft eher nicht, ein bisschen Joghurt schon).

Das Foto unten zeigt sehr teure Blumen. Die Eisblumen an den Fenstern unseres schlecht isolierten Häuschens sehen zwar sehr romantisch aus, müssen aber mit hohen Heizkosten erkauft werden ...


Freitags-Füller #149



der den Freitag so besonders macht
(die fettgedruckten Stellen sind meine Füller) 

1.  Bei dieser Kälte möchte ich morgen kein FC-Bayern-Spieler sein. Ich hoffe, daß sie gut gegen die eisigen Temperaturen gewappnet sind und den HSV mit 3:0 vom Platz fegen. :)
2.  Die Woche ist quasi schon vorbei. Irgendwie ging das ganz schön schnell und ich frage mich, wo die Zeit geblieben ist
3.  Facebook finde ich völlig normal und gehört in meinen Alltag.
4.  Das Abendessen hatte ich schon für heute geplant, doch das fällt aus, weil mir kurzfristig ein Termin entfallen ist.
5.  Keine Sorge, es kommt, wie es kommt.
6.  Momentan bin ich sehr zufrieden mit der Welt und mit mir.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf unseren  Heimkinvereins-Stammtisch und darauf, alle wieder zu sehen, für morgen habe ich unseren best friends Hilfe beim Büroumzug angeboten, dies ist fest eingeplant und Sonntag möchte ich wieder mal Schlittschuhlaufen gehen!

Tahini - Sesampaste

 

Tahini/Sesampaste kann man auch sehr leicht selber herstellen. Mit Tahini/Sesampaste kann man sehr tolle Süßigkeiten zubereiten. Das werden wir noch in kommende Blogeinträge zeigen.

Zutaten:
320 g weißer Sesam, geschält
70 g Sesamöl
  1. Sesam in einer Pfanne unter ständigem Rühren ein paar Minuten leicht anrösten. Wenn sie zum Glänzen anfangen, aber noch weiß sind, dann sind sie fertig.
  2. Sesam leicht abkühlen lassen aber am besten noch gut warm in einem Blender/Standmixer geben und pürieren. Ist der Standmixer klein, dann lieber in 2 Portionen. Der zerkleinerte Sesam klebt mit seinem eigenen Fett am Rand.
  3. Sesam auf eine saubere Arbeitsfläche schütten und mit einem Nudelholz unter öfters Druck darüber rollen.
  4. Mit einem Teigspachtel von der Arbeitsfläche abkratzen und zurück in den Blender geben. Sesamöl hinzufügen und nochmals blenden.
  5. In ein Schraubglas gießen.
 Leicht gerösteter Sesam im Blender gemahlen.
 Gemahlener Sesam mit Nudelholz gepresst.
Leicht ölige Sesampaste mit Sesamöl im Blender gemixt.
Fertige Sesampaste/Tahini im Twist Off Glas
Tipps:
  • Wer es nicht so fein benötigt, kann auch den Sesam gleich im Blender lassen. Dort den Sesam mit einem kleinen Löffel etwas auflockern und das Sesamöl dazugießen.
  • Statt dem Sesamöl kann man auch ein neutrales Öl nehmen.
  • Man kann auch weniger Öl nehmen.
  • Statt zurück in den Blender, kann man die gepressten Sesamsamen auch in eine Schüssel geben. Mit Öl übergießen und mit einem Kochlöffel verrühren.
  • Ein Nudelholz aus Marmor und eine Arbeitsfläche aus Stein würden den Sesam noch besser quetschen.

Warmer Paprikasalat mit Hacksteaks aus Putenhackfleisch



Für 2 Personen

250 g Putenhackfleisch
1 Zwiebel fein gewürfelt
2 EL fein gehackter Petersilie
1 eingeweichte Semmel
4 gehackte Salbeiblätter
2 EL ger. Parmesan
Salz- und Pfeffermühle
Cayennepfeffer

Die Zwiebel mit der Petersilie etwas andämpfen.
Alle Zutaten zu einem Teig verarbeiten, gut würzen.

Eine beschichtete Pfanne mit etwas Öl ausreiben und die Hacksteaks darin von beiden Seiten anbraten.

Je 1 grüne, rote und gelbe Paprikaschote
2 kleine rote Zwiebeln

Das Gemüse auf dem Börner in dünne Streifen hobeln.

2 Knoblauchzehen gehackt
3 EL gehackte Petersilie
Salz- und Pfeffermühle
Brühpulver
Essig & Öl

Eine beschichtete Pfanne mit etwas Öl ausreiben und das Gemüse in 3-5 Minuten andämpfen. Es sollte nicht zu lange garen damit die Farbe noch schön bleibt und noch etwas Biß vorhanden ist. Die Knoblauchzehen und die Petersilie dazu geben.

Das Paprikagemüse noch warm mit Essig, den Gewürzen und dem Öl abschmecken und mit den Hacksteaks anrichten.

Ottolenghi live

In den vergangenen Monaten las ich immer wieder seine Rezepte. In ganz vielen Kochblogs. Ich besitze beide Kochbücher. Ich mag das erste lieber als das zweite (wahrscheinlich weil da mehr Fleisch vorkommt). Gekocht habe ich aus Zeitgründen noch nichts. Weder aus dem ersten noch aus dem zweiten.

Ich wollte aber endlich rausfinden, ob was dran ist an diesem Hype um Yotam Ottolenghi. Auf gut Glück (mittags kann man nicht reservieren) marschierten wir also hin. Und wir hatten Glück (daran war wahrscheinlich eine Taube am Vortag schuld, aber darüber möchte ich nicht sprechen). Zwei Plätze am großen Tisch in der Mitte des Lokals waren frei. Angenehm war die Freundlichkeit aller Angestellten. Das Mittagsmenü könnt ihr hier lesen:



Wir nahmen beide "Main course and salads, small" (two salads with main). Der Mitkoch hatte roasted aubergine with roasted tomato and pepper sauce, pine nuts and basil, ebenso puy lentils and butter beans, roasted red pepper, red onion, coriander and balsamic sauce und lamb kofta with pistachio, coriander with roasted chili and tomato yoghurt:

Küchenschabe nahm sich roasted jerusalem artichoke (Topinambur) with chili yoghurt, kapers, radish, spring onion and herbs, sowie autumn vegetable gratin with parmesan, parsley and bread crumbs und yellow fin, line-caught (!) seared tuna, wrapped in nori and panko with wasabi-cream:



Serviert wird das alles zusammen auf einem Teller (wie man auf den Fotos sieht), was aber nicht stört. Nachher gab es für mich Walnuss-Karotten-Kuchen, für den Mitkoch Passionsfrucht-Meringhe-Törtchen:




Was man auch noch bestellen könnte, ist eine Auswahl seiner Brote mit gutem Olivenöl (zum Beispiel ein Planeta aus Sizilien).

Und wie war es? Gut. Wirklich alles. Also nicht phantastisch oder unglaublich, aber gut. So zubereitet esse sogar ich gerne Gemüse und Salat, und das will schon was heißen. Ich werde zuhause doch die zwei Kochbücher mal genauer studieren. Vor allem die Salate raussuchen, die ich im Lokal gegessen habe und versuchen, nachzukochen. Der Mitkoch war auch sehr zufrieden, der isst Gemüse sowieso lieber als ich.

Das Lokal ist hell, freundlich, modern. Panton-Sessel, einige Zweier-Tische und ein langer Tisch in der Mitte des Raums. Dort sitzen die meisten Gäste. Yuppie-Banker genauso wie Leute aus der Gegend und die allgegenwärtigen japanischen Touristen sowieso (auch ja, österreichische Touristen natürlich auch). Die Stimmung ist angenehm, keine Hektik. Im vorderen Teil des Lokal sind all die süßen und sauren Köstlichkeiten auf großen Platten arrangiert - schon beim Betreten bekommt man Lust darauf, alles zu probieren. Außerdem verkauft er verschiedene Marmeladen, Weine (sogar einen grünen Veltliner aus der Wachau) und natürlich seine beiden Bücher.

Was mir in London gegenüber früheren Besuchen auffällt, ist, dass alles organic, free-range und fair-trade sein muss. Es gibt viele Shops, die Selbstgemachtes, Obst, Gemüse, frisches Brot und daneben Kochbücher und Geschirr verkaufen. Diese Shops sind so schön, dass man dort am liebsten sofort einziehen möchte.