Pages

Zitronensirup - Invertzuckersirup

Zum Mixen für Partygetränke ist ein Invertzuckersirup ideal, da dieser nicht auskristallisiert, auch wenn er länger gelagert wird. Wer mehr über Invertzucker wissen möchte kann hier in der Wikipedia nachlesen.  Wir haben heute einen Zitronensirup gekocht. Durch den Zitronensaft spaltet sich der Haushaltszucker in Frucht- und Traubenzucker. Da wir mehr Zitronensaft als notwendig verwendeten, beschleunigte sich der Prozess der Invertierung und gleichzeitig erhielten wir auch einen Sirup mit Zitronengeschmack.

Zutaten:
200 g Zucker
200 ml Wasser
1 Zitrone

Utensilien: 1 kleiner Topf mit Metallgriff und Deckel, 1 Kochlöffel, 1 Glasflasche
  1. Backrohr auf 80 °C einschalten.
  2. Zitrone kräftig mit Druck auf dem Arbeitstisch hin- und herrollen. Auspressen und durch einen Sieb gleich in einen kleinen Topf filtern.
  3. Wasser und Zucker hinzufügen.
  4. Bei mittlerer Hitze zum Kochen bringen. Dabei solange rühren bis sich der Zucker aufgelöst hat.
  5. Kurz aufkochen lassen. Deckel darauf geben.
  6. 1 Stunde in das Backrohr stellen.
  7. Glasflasche auf ein feuchtes Tuch stellen und Sirup mit einem Trichter einfüllen.
Tipp:
  • Man kann den Sirup durch Einkochen auch etwas Dickflüssiger machen.
  • Nimmt man statt der Zitrone ganz wenig Zitronensäurekristalle - etwa 1/8 TL, dann braucht der Invertierungsprozess zwar länger - zirka 2 Stunden im Backrohr -, aber man kann daraus auch durch weiteres Einkochen nach der Invertierung, eine Invertzuckercreme kochen. Diese Invertzuckercreme wird auch als "Kunsthonig" bezeichnet, da sie wie Honig aus Frucht- und Traubenzucker besteht. Bei Rezepten bei denen Honig stark erhitzt werden soll, kann diese Invertzuckercreme als Ersatz für Honig genommen werden. Die Zitronensäure, die bei diesem Prozess nur als Katalysator dient, kann mit der gleichen Menge Speisesoda wieder neutralisiert werden.

Sahniger Joghurt mit Erdbeersauce

Dieses Rezept hab ich mir vom Chefkoch abgeschaut, als TM-Rezept ungewandelt, schon zig Mal zubereitet und ist bei unseren Gästen immer sehr beliebt. (So manch einer könnte sogar seine gute Kinderstube vergessen und die ganze Schüssel ausschlecken)
Schmeckt auch superlecker mit einem anderen Fruchtmus, z.B. Mango, Pfirsich oder Orange-Karotte.


Sahniger Joghurt:

300 g Sahne leicht anschlagen

300 g Joghurt
20 g weißen Rum
80 g Vanillezucker, selbstgemacht
1 P. (2 Innenbeutel) Gelatine Fix
1 EL Zitronensaft

in den Mixtopf geben und 30 Sekunden/Stufe 4 verrühren.

Die Sahne 4-5 Sekunden/Stufe 2 auf Sichtkontakt unterheben und die Creme in Portionsschälchen oder eine große Schale füllen.
Abgedeckt am besten über Nacht kühl stellen.

Ohne TM:
Alles miteinander gut verrühren und anschließend die Sahne unterheben.

Erdbeersauce:

80 g Zucker
5 Sekunden/Stufe 10 pulverisieren

250g Erdbeeren
20g Zitronensaft
dazu geben und 10 Sekunden/Stufe 8 pürieren.

Ohne TM:
Puderzucker mit den restlichen Zutaten pürieren.

Den sahnigen Joghurt mit der Erdbeersauce und zerkleinerten Erdbeeren servieren.

Kritischer Blick: Ich wollt ich wär ein Huhn, oder doch nicht?



Verunsicherung? Nein, es wäre verlogen, jetzt zu sagen: "Wenn ich das gewusst hätte ...". Denn man weiß es ja. Liest es immer wieder. Oder liest geflissentlich drüber. Weil man es ganz genau dann doch nicht wissen will. Denn das würde bedeuten, man müsste sich umstellen. Und das wäre unbequem, anstrengend, auch teuer.

Dann kauft man eine Zeit lang Bio. Das müsste doch genug sein. Bio klingt beruhigend. Aber das unangenehme Gefühl verfliegt noch nicht ganz. Man kauft sich das Buch "Der große Bio-Schmäh" von Clemens G. Arvay und weiß danach: das unangenehme Gefühl war berechtigt.

Zitate aus dem Buch:
" ...Wenn Sie heute in österreichischen Supermärkten biologisches Hühner- oder Putenfleisch bzw. biologische Eier kaufen, dann nehmen Sie nicht das Produkt eines Bauernhofes mit nach Hause, sondern ein Konzernprodukt, das während der zentral gesteuerten Produktion zwischen Fabriken und Landwirten hin- und hergeschoben worden ist ... Im Supermarktregal ist dann auf dem Fleisch nur mehr der Name des Mastbetriebes angegeben. Die zahlreichen vor- und nachgereihten Stationen werden den Käuferinnen und Käufern vorenthalten ..."

" ... Die Gesetzgebung hat sich für die Lebensqualität der Bio-Tiere nicht sonderlich ins Zeug gelegt. Während man in der konventionellen, also herkömmlichen Eierproduktion sieben Legehennen pro Quadratmeter Stallfläche halten darf, sind es in der kontrollierten biologischen sechs - also genau ein Tier weniger. Bio-Masthühner müssen sich einen Quadratmeter Stallfläche überhaupt zu zehnt teilen  ..."

JA-757, Red-JA-brown und JA-Color-Yield sind die drei Hybridhühnerrassen, die die gesamte Bio-Branche beherrschen. Sie sind die beliebtesten Hybridrassen, weil sie langsamer wachsen als andere Sorten (Und dass nur die weiblichen Küken überleben, die männlichen sofort vergast werden, muss man ohnehin verdrängen).

Zitat: " ... Im Marketing werden den Bio-Hybridhühnern sogar klingende Namen wie etwa 'Schlierbacher Bio-Wildhendl' gegeben. Tatsächlich befindet sich in der Region Schlierbach lediglich die Fabrik mit ihren Kükenfließbändern, in der die Hybrid-Eier bebrütet werden. 'Wildhühner' trifft man seit über viertausend Jahren in der Landwirtschaft grundsätzlich nicht an. Sie leben - wie das Wort schon sagt - in der Wildnis, und zwar in Südostasien ..."

Es ist doch so: Ich habe nicht die Möglichkeit, zu überprüfen, ob das Bio-Huhn aus dem Supermarkt oder vom Fleischhauer auch ein "glückliches", artgerecht gehaltenes Huhn war. Ob es Auslauf und genug Platz zum Scharren hatte. Bio verpflichtet jedenfalls nicht automatisch dazu, dem Huhn auch die Gelegenheit dazu zu geben. Das hab ich jetzt bei Arvay gelesen. Und wichtiger als die Gewissheit, dass das Huhn nur Bio-Futter bekommen hat, ist mir, dass es dem Huhn zeitlebens gut ging.

Für uns Konsumenten ist es verflixt schwer. Viele von uns haben weder die Zeit, noch die Möglichkeit, sich nach Alternativen umsehen, das ist mir klar. Da ist dann ein Bio-Huhn aus dem Supermarkt immer noch viel besser, als ein x-beliebiges Huhn. Denn Bio bedeutet immerhin, dass diese Hühner Antibiotika nicht dauernd und automatisch ins Futter bekommen. Es bedeutet ein Minimum an Platz für jedes Huhn. Und immerhin die theoretische Möglichkeit eines Auslaufs im Freien.

Ich betrachte es als Privileg, dass ich mir die Zeit dafür nehmen kann, mich mit Bio allein nicht zufrieden zu geben: Unsere Eierfrau lässt die Eier bei einem Bauern in der Nähe ausbrüten. Dort wachsen die Wuserl garantiert bio und mit genug Platz auf. Sagt sie. Ganz sicher werden wir erst im Frühling bei einer Recherche vor Ort sein ...

Blut- und Leberwürscht mit Sauerkraut

Unser Metzger hat meiner Meinung nach die besten Würscht im ganzen Gäu. Und die hier gibt es in den Wintermonaten jeden Montag bis zur Karwoche ganz frisch.

Blut- und Leberwürscht mit Sauerkraut und Kartoffelpürree ist eines meiner
winterlichen Leibspeisen aus dem Thermomix.


700 g Wasser
in den Mixtopf wiegen.

400 g Sauerkraut
1 Prise Zucker
1 Lorbeerblatt
2 Wacholderbeeren
1/4 TL gem. Kümmel
1 kleine Zwiebel gewürfelt

Das Kraut mit den Zutaten vermischen und locker in das Gärkörbchen legen.
Körbchen einhängen, Topf verschließen, Varoma aufsetzen.

500 g mehlige Kartoffeln geschält und grob gewürfelt mit
1/4 TL Salz vermischt
in den Varoma legen, verschließen und 45 Minuten/Varoma/Stufe 2 garen.

Während der letzten 6 Minuten die Würscht in den Varoma auf die Kartoffeln legen.

Kartoffeln, Würscht und Kraut warm halten und den Mixtopf ausleeren.

225 g Milch
15 g Butter
in den Mixtopf wiegen und 3 Minuten/90 Grad/Stufe 1 erhitzen.

Die Kartoffeln dazugeben, mit Salz und Muskatmuß würzen, 20 Sekunden/Stufe 4 verrühren und alles miteinander anrichten.

Freitags-Füller #151



der den Freitag so besonders macht
(die fettgedruckten Stellen sind meine Füller) 




1.  Karneval ist ist eine verrückte Zeit in der man Dinge tut, die man sonst lieber vermeidet oder sich nicht traut.
2.  Keilabsätze an Schuhen finde ich eher schockierend.
3.  Unser Star für Baku haben wir gestern abend verfolgt und Roman Lob war mein heimlicher Faforit.
4.  Ich würde am Samstag gern Cremerollen backen aber ebenso könnte ich mich trauen Macarons herzustellen.
5.  Ich hab noch nie den Eifelturm in Natura gesehen.
6.  Dinge in meinem Kopf die mich einmal mehr und einmal weniger beschäftigen, mal sehen was daraus wird.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf das Ende der Arbeitswoche. Ich bin am Abend allein zu Haus, möchte meine neuen Gardinen aufhängen und an meinem neuen Sockenpaar weiterstricken, morgen abend habe ich geplant mit lieben Freunden auf die Ü30 zugehen und Sonntag möchte ich, wenn das Wetter mitmacht, mit der Kamera raus in den Schnee!


Konfekt aus Kichererbsenmehl - glutenfrei und ohne Milchprodukte

Geröstetes Kichererbsenmehl duftet wunderbar.  Es ist auch glutenfrei. Ohne Milchprodukte können diese leckeren Konfekte daher auf einer Party auch von fast jeden gegessen werden.

Zutaten für 24 Stück:
190 g Kichererbsenmehl
105 g Kokosfett
50 g Wasser
30 g Zucker
40 g Traubenzucker
30 g Fruchtzucker
1 Tl Kardamom, gemahlen
  1. Kokosfett in die Pfanne geben und bei mittlerer Hitze zum Schmelzen bringen.
  2. Kichererbsenmehl hineinsieben.
  3. So lange rühren bis es bräunlich geworden ist und angenehm duftet. Vorsicht! Hitze gegen Ende etwas zurückschalten, da es plötzlich sehr rasch stark bräunen kann.
  4. Inzwischen auf einer anderen Herdplatte Wasser, Zucker, Traubenzucker und Fruchtzucker erhitzen.
  5. Aufkochen und rühren bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Eine kleine Probe nehmen. Der Sirup soll sich klebrig anfühlen.
  6. Sobald das Kichererbsenmehl fertig geröstet ist, den Sirup dazuschütten.
  7. Solange rühren bis sich die Masse von der Pfanne zu lösen beginnt. Kardamom hinzufügen.
  8. Auf ein Stück Backpapier schütten und mit 2 Teigspachteln einen Block formen. Oberfläche glatt streichen. Kalt stellen.
  9. In 24 Stücke schneiden.
 fertig geröstetes Kichererbsenmehl
 fertig gekochter Zuckersirup
fertig geformte und gekühlte Masse
 in Rechtecke geschnitten
Tipps:
  • Kann auch mit Margarine oder Butter geröstet werden.
  • Wer Kardamom in ganzen Kapseln hat, kann 3 Kapseln und 1 Esslöffel Zucker zusammen in der Kaffeemaschine rasch mahlen.

Feines aus dem Tessin



Zu den Muscheln in Kokosmilch wollte ich eigentlich die dekorative Fougasse backen, aber der Mitkoch wünschte sich ein "neues" Brot. Nun ist es ja nicht so, dass mich so ein Wunsch irritiert. Ich stöbere irrsinnig gerne in den verschiedensten Brotback-Blogs herum und suche mir ein Rezept. Wie vorauszusehen war, habe ich bei meiner Recherche gleich ein halbes Dutzend Brote gefunden, die ich unbedingt in nächster Zeit backen muss. Die erste Wahl war ein Tessiner Brot, von dem ich noch nie gehört hatte. Ich habe es bei Petra, bei Robert und bei Lutz gefunden. Dessen Version hab ich letztlich herangezogen, auch wenn ich umständehalber auf andere Mehlsorten ausgewichen bin.

Tessiner Brot
für zwei Brote

Vorteig:
90 g Weizenmehl glatt, Typ 480
90 g italienisches Weizenmehl, Typ 00
3 g Frischhefe
90 g Wasser

Hauptteig:
Vorteig
120 g Weizenmehl, Typ 480
120 g italienisches Weizenmehl, Typ 00
120 g Wasser
8 g Frischhefe
12 g Salz
24 g Olivenöl




Die Zutaten für den Vorteig verkneten und ungefähr 16 Stunden bei Zimmtertemperatur rasten lassen. Für den Hauptteig Mehl, Wasser, Germ, Olivenöl und Vorteig fünf Minuten auf niedrigster Stude kneten, das Salz zufügen und noch etwa zehn Minuten auf Stufe 2 weiterkneten. Den Teig in eine geölte Schüssel legen und eine Stunde rasten lassen, nach einer halben Stunde einmal falten. Den Teig in zehn ungefähr gleich große, kugelrunde Stücke teilen. Zehn Minuten ruhen lassen. Jetzt jeweils fünf Kugeln aneinanderreihen und erneut eine Stunde rasten lassen. Backrohr auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Mit einem scharfen Messer entlang der Längsachse des Brotes ungefähr einen Zentimeter tief einschneiden (diesen Abschnitt hat die Küchenschabe nicht genau gelesen und irrtümlich fünf Querschnitte angebracht - hat dem Brot aber nicht geschadet). Ungefähr 25 Minuten backen.

Das Brot schmeckt sehr gut, die Kruste ist schön knusprig, die Krume weich und flaumig. Man konnte damit wunderbar die feine Muschelsuppe auftunken. Lutz hat das Brot vor dem Backen mit Ei bestrichen, ich hab mich diesmal gegen eine glänzende Oberfläche entschieden. Außerdem ist es ziemlich praktisch, weil es sich durch seine "Sollbruchstellen" ganz leicht portionieren lässt. Übriggebliebenes Brot lässt sich also ganz problemlos in Jausenweckerl umfunktionieren.