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Freitags-Füller #184


der den Freitag so besonders macht
(die fettgedruckten Stellen sind meine Füller)

1. Heute morgen ist mir aufgefallen daß die Bäume in unserer Straße schon richtig buntes Laub haben.
2. Daß ich zu wenig Zeit habe für Dinge die ich gerne tue macht mich manchmal etwas unglücklich.
3. Kürbis mag ich in diesen Tagen sehr gerne - ob als Essen oder zur Deko - die Farbe macht's.
4. Unser großes Wohnzimmerrollo geht von oben nach unten leichter als von unten nach oben.
5. Gestern, als es so stürmte habe ich gedacht, das war's dann mit dem schönen Wetter, aber heute ist der goldene Herbst zurück.
6. Man darf gespannt sein wie das läuft mit Lanz und Wetten das.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich wahrscheinlich auf mein Bett, morgen habe ich Shoppen in München geplant und Sonntag möchte ich mit Freunden eine Maultaschenparty machen!

Hähnchenfiletspitzen in Curry-Sahne



 für 2 Personen

150 g Reis kochen

200 g Hähnchenfiletspitzen
1 kräftige Prise Curry Kashmir
1TL Paprikapulver, edelsüß
Cayennepfeffer
Salz- unfd Pfeffermühle
etwas Olivenöl

Die Hähnchenfiletspitzen mit den übrigen Zutaten vermischen und bis zur Weiterverarbeitung marinieren.

1 Zucchini gewürfelt
1 Schalotte fein gehackt
2 Knoblauchzehen
150 ml Kochsahne
150 ml Gemüsebrühe
3 mittlere Tomaten gewürfelt
etwas Reismehl zum andicken
1 kräftige Prise Curry Kashmir
1TL Paprikapulver, edelsüß
Cayennepfeffer
Salz- und Pfeffermühle
1/2 Chilischote in Ringe (wer es gern scharf mag)

Das Fleisch in 4-5 Minuten von allen Seiten in wenig Öl anbraten, zur Seite stellen.

Die Zucchiniwürfel in dem Bratfett ca. 3-4 Minuten anbraten. Die Zwiebelwürfel zufügen und den Knoblauch dazu pressen. Alles ca. 2 Minuten andünsten.
Mit der Kochsahne und der Gemüsebrühe ablöschen.
Etwas Reismehl einrühren und aufkochen lassen. Die Tomatenwürfel und die Chiliringe hinein geben und noch ca. 2 Minuten köcheln. Das Fleisch zugeben, mit den Gewürzen je nach Geschmack abschmecken und mit dem Reis servieren.

Fruchtiges Safran-Grieß-Dessert

Am Wochenende gab es für die Katzensitter, die den Kater während unseres Urlaubes betreut hatten, Hirschragout und als Dessert Safran-Grieß-Creme mit Marillen-Chutney. "Grießcreme und Marille", dachte ich mir "da kann nichts schiefgehen und es ist ein idealer Einstieg nach einer Woche Kochabstinenz".

Und dann hat es doch etwas gehunzt. Der Grießbrei wurde nach dem Abkühlen so fest, dass ich mich ziemlich plagen musste, die fluffig-schaumige Eimasse und das Schlagobers unterzurühren. Ganz zufrieden war ich daher nicht mit der Konsistenz der Creme, füllte sie aber tapfer in Förmchen und hoffte, dass sich die Zeit im Kühlschrank positiv auf sie auswirken würde. Und das tat sie gottseidank. Als ich die Creme einige Stunden später aus den Förmchen kippte, was sie perfekt. Und der Geschmack war wirklich fein - wie es bei einem Obauer-Rezept nicht anders zu erwarten war. Das Marillen-Chutney schmeckt ungewöhnlich aber äußerst köstlich. Und es passte perfekt zum zarten Safrangeschmack der Creme. Die Marillen kamen aus der Tiefkühltruhe, das Chutney könnte man sicher auch mit frischen Hauszwetschken probieren ...

Safran-Grieß-Creme mit Marillen-Chutney
6 Portionen

2 Blatt Gelatine
1/8 l Milch
1 Prise Safranfäden, gemörsert
1 Stück Zimtrinde (ca. 3 cm)
35 g Weizengrieß
1 Eidotter
1 Ei
Mark einer halben Vanilleschote
2 EL Staubzucker
200 g Schlagobers
2 cl Orangenlikör
Salz

Chutney:
500 g Marillen (entsteint gewogen)
Balsam-Apfelessig
200 g Kristallzucker
200 g Gelierzucker 2:1
1/2 Vanilleschote
1 Stk. Sternanis
2 Kardamomkapseln
5 Nelken
1 Stück Zimtrinde (ca. 3 cm)
1/2 TL Curry (Küchenschabe: Kashmir-Curry von Ingo Holland)

Für das Chutney die Marillen in Spalten schneiden. So viel Essig zugießen, dass sie bedeckt sind. In einem verschlossenen Gefäß über Nacht ziehen lassen. Den Essig abgießen (ich hab ihn aufbewahrt und für die nächste Salatmarinade verwendet). Die Marillen mit den restlichen Zutaten ungefähr eine halbe Stunde leise köcheln. Die Gewürze rausfischen und das Chutney abkühlen lassen.

Für die Creme die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Milch mit Safran, Salz und Zimtrinde aufkochen. Grieß einrieseln lassen und unter ständigem Rühren zu einem Brei kochen. Abkühlen lassen.

Eidotter mit Ei und dem Vanillemark über Wasserdampf schlagen, bis die Masse luftig und cremig ist. Vom Herd nehmen und so lange weiterrühren, bis die Masse abgekühlt ist. Schlagobers mit Staubzucker steif schlagen. Grießbrei vorsichtig und geduldig mit dem Eischaum verrühren, dann das Schlagobers unterheben. Den Orangenlikör leicht erwärmen, die ausgedrückte Gelatine darin auflösen und unter die Creme ziehen. In Förmchen füllen und für einige Stunden in den Kühlschrank stellen. Vor dem Servieren die Förmchen in heißes Wasser tauchen und die Creme auf einen Teller stürzen. Marillen-Chutney wieder leicht erwärmen und mit der Creme servieren.

Nachtrag: Beim zweiten Versuch habe ich zuerst die Eiercreme gemacht. Dann die Milch-Grieß-Mischung gekocht, nur ganz kurz überkühlt, durchgerührt und sofort unter die Eimasse gemengt.  So funtkioniert es viel besser!




Schichtnougat-Pralinen



Im Buch haben wir zwei Rezepte für selbst hergestellten Schichtnougat. Heute zeigen wir ein Rezept mit unserem selbstgemachten HaselnussmussDieses Schichtnougat hat sehr dünne Schichten und schmeckt nach ein paar Tagen besser. 

Zutaten:
150 g Puderzucker
50 g weiße Schokolade
50 g Vollmilchschokolade
50 g Zartbitterschokolade
70 g Vollmilchschokolade zum Glasieren
  1. Jede Schokolade in Stücke brechen und in je eine kleine Metallschüssel geben.
  2. 3 weitere Schüsseln auf die, die anderen Schüsseln passen mit warmen Wasser 37 °C bis 40 °C soweit füllen, dass die Metallschüsseln im Wasser stehen, ohne das es überschwappt. Metallschüsseln mit der Schokolade hineinstellen.
  3. Inzwischen Haselnussmus und Puderzucker in eine Schüssel geben. Mit einem Kochlöffel verrühren und dann mit sauberen Händen verkneten. In 3 gleiche Teile teilen.
  4. Schokolade in jeder Schüssel mit je einem Teelöffel solange verrühren bis sie schön flüssig ist.
  5. Schüsseln aus dem Wasserbad nehmen.
  6. In jede Schüssel einen Teil Haselnussmasse einrühren.
  7. Ein Stück Backpapier auslegen und an den Rändern mit etwas beschweren.
  8. Eine der Nougatmassen mit einem Backpinsel auf das Backpapier so 20 x 10 cm ausstreichen. Mit einem Teigspachtel die Kanten so zusammenschieben, dass sie schön gerade sind. Im Kühlschrank fest werden lassen.
  9. Schüsseln wieder zurück in das warme Wasserbad stellen. Eventuell wieder neues warmes Wasser hinzufügen.
  10. Backpinsel mit Küchenpapier reinigen. Die nächste Schichte ausstreichen. Insgesamt ergibt dies 2 Schichten pro Farbe. 
  11. Sobald alles Schichten fertig sind im Kühlschrank fest werden lassen.
  12. Inzwischen die restliche Vollmilchschokolade in einem Wasserbad zum Schmelzen bringen.
  13. Ränder gerade schneiden.
  14. Schichtnougatblock auf das Backpapier legen. Oberfläche bestreichen und den ganzen Block auf dem Backpapier wenden.
  15. Zweite Oberfläche bestreichen.
  16. Schokolade anziehen lassen und dann kurz vor dem aushärten in Stücke schneiden.

 Schokolade in je einer Schüssel die in einem warmen Wasserbad steht
 Haselnussmuss mit Puderzucker zusammengeknetet
 hinten: geschmolzene Schokolade
vorne: Haselnussmasse in 3 gleiche Teile geteilt
 Haselnussmasse mit je einer Schokolade verrührt
 und wieder in das Wasserbad gestellt.
 Mit einem Backpinsel die erste Schichte am Auftragen
 mit eine Teigspachtel in Form gebracht
 vierte Schichte am Auftragen
 Ränder abgeschnitten
 Schokolade unten und oben aufgetragen
und mit einem Teigspachtel glatt gestrichen
fertiges dünnes Schichtnougat noch nicht ganz fest
Tipp:
  • Wem dieser Prozess zu zeitaufwendig ist, kann auch eine Plastikform mit einen Streifen Backpapier auslegen. Dann nach und nach das Nougat in 3 Schichten hineingießen. In einem kühlen Raum (15 °C) das Nougat aushärten lassen.
  • Wer keine Metallschüsseln hat, kann auch jedes andere vorhandene Gefäß verwenden.
  • Zur Aufbewahrung Schichtnougat ohne Schokoladeschicht fest in Frischhaltefolie wickeln und in eine luftdichte Dose legen. Dose an einem kühlen Ort lagern.

Marzipankartoffeln

Nachdem es draußen allmählich immer "interessanter" wird, erkläre ich meinen kleinen Küchenraum zu meinem Lieblingsschauplatz in dem ich mich wieder besonderen Seelentröstern zuwenden kann.


200 g Mandelkerne
in den Mixtopf geben, mit Wasser bedecken und 4 Minuten/Varoma/Linkslauf/Stufe 1 erhitzen. Anschließend durch das Garkörbchen abseihen und die Mandeln kinderleicht aus der Schale drücken

200 g Zucker
10 Sekunden/Stufe 10 mahlen. Damit der Deckel nicht so einstaubt, spanne ich ein Zewa zwischen Topf und Deckel ein.

die geschälten Mandeln
dazu geben und 30 Sekunden/Stufe 10 fein mahlen.  Zwischendurch den Deckel öffnen und das Mandelmehl von der Seitenwand nach unten schieben.

30 g Amaretto
zufügen und 2-3 Minuten/Brotteigstufe verkneten - fertig ist der Marzipanteig!

Anstelle von Amaretto können auch 3 EL Rosenwasser (Apotheke) und 3 Tropfen Bittermandelöl verwendet werden.

Aus der Masse kleine Kugeln formen die anschließend in Kakaopuder gewälzt werden.



Sauerkrautrollen auf Kartoffel-Möhren-Pürree

Isch esse gerne Sauerkraut und tanze gerne Polka....... :)



Sauerkraut:

1 Zwiebel in feine Ringe
1 Apfel klein gewürfelt
1 EL Zucker
in etwas Butterschmalz andämpfen bis der Zucker karamelisiert ist.

1 TL Pfefferkörner
1 TL Wacholderbeeren
4 Nelken
2 Lorbeerblätter
dazu geben und kurz mitdünsten.

500 g Frisches Sauerkraut
1 rohe geriebene Kartoffel
dazu geben und unterrühren.

250 ml Rindsbrühe
dazu geben und 20 Minuten köcheln lassen und warm halten.

Kartoffelpüree:

Rühraufsatz aufsetzen

700 g mehlige Kartoffeln geschält in Stücke geschnitten
300 g Karotten in dünne Scheiben
350 g Milch
1 1/2 TL Salz
in den Mixtopf geben und 27 Minuten/100 Grad/Stufe 1 kochen.

40 g Butter oder Kräuterbutter
frisch geriebene Muskatnuß
1 Bund Schnittlauch in Röllchen geschnitten (einen EL für die Deko aufheben)
dazu geben und aus Stufe 1 ohne Temperatur weiterrühren bis die Butter eingearbeitet ist, warm halten

1 große Zwiebel halbiert und in Ringe geschnitten
1 kleines Stück Butterschmalz
in einer Pfanne goldbraun rösten.

Das Kartoffelpüree in eine gefettete Auflaufform streichen.

Große, dünne Scheiben gekochten Schinken auslegen, das Sauerkraut darauf verteilen und locker aufrollen.
Die Rollen auf das Püree legen, etwas geriebenen Bergkäse darüber streuen und die Zwiebelringe darüber verteilen.

Bei 225 Grad (vorgeheizt) ca. 8-10 Minuten gratinieren.

Vor dem Servieren mit den zurückgelegten Schnittlauchröllchen bestreuen.



Flauschig ohne Backpulver


Kulinarische Mitbringsel aus dem Urlaub sind was Tolles. Man verlängert den Urlaub dadurch ein bisschen. Manchmal vergisst man leider auf sie. Als ich gestern die Griechenland-Spezialitäten einordnete, fiel mir plötzlich ein, dass ich ja im Mai aus Barcelona kandierte Früchte mitgebracht hatte. Wo waren die denn bloß? Und waren sie noch zu verwenden? Sie waren in der Speisekammer. Und sie waren noch total in Ordnung.

Nachdem ich eine Woche nur Baklava gegessen hatte, hatte ich Lust, mal wieder einen typisch österreichischen Kuchen zu backen - einen Gugelhupf. Ich nahm einfach gehackte kandierte grüne Mandeln und Clementinen statt der üblichen Rosinen. Die Früchte haben dem Kuchen überaus gut getan. So ist der Gugelhupf außerdem eine Alternative für alle Rosinenverweigerer. Obwohl ich schon die Erfahrung gemacht habe, dass die oft auch keine kandierten Früchte mögen ...

Für Gugelhupf gibt es kein einheitliches Rezept. In unserer Familie wurde er sowohl aus Rührteig als auch aus Germteig hergestellt. Wenn er aus Rührteig gemacht wurde, kam Backpulver in die Masse. Dieses Rezept aus dem Plachutta-Kochbuch ist ein Rührteig, kommt aber völlig ohne Backpulver aus. Dafür sind viele Eier drin. Sie machen den Kuchen ganz wunderbar zart und flauschig.

Neben Rosinen kann man auch Schokostückchen in den Teig geben. Meine Oma überzog den Kuchen manchmal zusätzlich mit einer Schokoglasur oder füllte ihn mit Marillenmarmelade. Als Kind mochte ich Marmorgugelhupf am liebsten. Bei der Verteilung der Kuchenstückchen achtete ich immer darauf, dass ich das Stück mit dem meisten dunklen Marmor - also Kakao - bekam. Die Obauer machen ihn im ersten Kochbuch, das ich mir von ihnen gekauft habe mit Nutella. Und die Frau Esskultur gibt zum Obauer-Gugelhupf zusätzlich noch die Zesten einer Pomeranze.

Gugelhupf

300 g weiche Butter
150 g Backzucker
150 g Kristallzucker
3 Eier
4 Eidotter
4 Eiklar
240 g Weizenmehl glatt, Typ 480
60 g kandierte Früchte, gehackt
Vanillezucker
abgeriebene Schale einer unbehandelten Zirone

Das Backrohr auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Butter mit Backzucker schaumig rühren. Die drei ganzen Eier unterrühren. Eidotter, Vanillezucker, kandierte Früchte und Zitronenschale zugeben und wieder gut verrühren. Mehl einrühren. Die Eiklar mit Kristallzucker zu festem Schnee schlagen. Vorsichtig unter die Masse heben. Eine Guglhupfform ausbuttern und bemehlen. Die Masse einfüllen und ungefähr eine Stunde backen (Nadelprobe!). Etwas auskühlen lassen, auf einen Teller stürzen und mit Staubzucker bestreuen. Kann man schon lauwarm essen. Und am besten schmeckt er mit einem Klecks Schlagobers!