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Pralinen mit Silikonform oder Portionsdöschen für Kaffeesahne

Pralinen mit Hilfe von Formen haben den Vorteil, dass sie immer einen schönen Glanz haben. Wichtig dabei ist hier die Verwendung von Kuvertüre und die Beseitigung von Lufteinschlüssen. Damit sie aber nicht wie aus der Fabrik aussehen, ist es schön, wenn sie noch ein wenig kreativ dekoriert werden.

Was wir dazu brauchen:
mindestens 200 g Kuvertüre (beliebig: Vollmilchkuvertüre, Zartbitterkuvertüre oder weiße Kuvertüre)
Pralinenmasse flüssig oder weich, aber unter 30 °C
1 Silikonform
alternativ dazu: Portionsdöschen für Kaffeesahne oder Kondensmilch
etwas Backpapier
1 Teigspachtel
1 Kochlöffel
1 Tablett

Mit einer Silikonform:
  1. Etwas Backpapier auslegen.
  2. Silikonform auf ein Tablett stellen..
  3. Kuvertüre schmelzen und  temperieren.
  4. In die einzelnen Ausbuchtungen der Silikonform füllen.
  5. Das Tablett ein paarmal leicht auf einer Seite anheben und auf der Arbeitsfläche aufschlagen.
  6. Silikonform über dem Backpapier umdrehen und überschüssige Kuvertüre auf das Backpapier fließen lassen. Mit einem Teigspachtel die überschüssige Kuvertüre entfernen.
  7. Warten bis die Kuvertüre fest ist.
  8. Mit Pralinenmasse bis knapp unter den Rand ausfüllen und kalt stellen.
  9. Sobald die Pralinenmasse fest ist, die Silikonform auf einen freien Platz auf dem Backpapier stellen.
  10. Kuvertüre großzügig darüber gießen, damit alles schön bedeckt ist.
  11. Mit einem Teigspachtel über die Form ziehen und dabei die überschüssige Kuvertüre entfernen.
  12. Warten bis die Kuvertüre fest ist.
  13. Aus den Förmchen drücken und dekorieren.
 Kuvertüre in die Silikonförmchen gefüllt.
 Überschüssige Kuvertüre aus der Silikonform
auf das Backpapier entleert
 restliche Kuvertüre in den Silikonförmchen
Pralinenmasse in die Förmchen gefüllt


Mit Portionsdöschen für Kaffeesahne oder Kondensmilch:
  1. Kuvertüre schmelzen, temperieren und leere Portionsdöschen für Kaffeesahne damit ausfüllen.
  2. Hochhalten und mit einem Kochlöffel mehrmals oben auf dem dünnen überstehenden Rand der Förmchen - nicht auf die Förmchen selbst! - schlagen, damit sich eventuelle Luftbläschen auflösen.
  3. Portionsdöschen über die restliche Kuvertüre umdrehen und zurückfließen lassen. Sind die Portionsdöschen noch zusammenhängend, dann die Kuvertüre über Backpapier ausgießen. Dabei nochmals mit dem Kochlöffel auf den Förmchenrand schlagen.
  4. Warten bis die Kuvertüre fest ist.
  5. Mit Pralinenmasse bis knapp unter dem Rand ausfüllen und kalt stellen.
  6. Mit Kuvertüre versiegeln.
  7. Mit einem Teigspachtel überschüssige Kuvertüre entfernen.
  8. Sobald die Kuvertüre fest ist, aus den Portionsdöschen drücken und dekorieren.
 Portionsdöschen mit Kuvertüre gefüllt
Portionsdöschen mit entleerter Kuvertüre
Fertige Pralinen - einmal Durchgeschnitten
Diese Pralinen wurden mit der Tuti-Fruti Trüffelmasse
und Kashta gefüllt.


Dekoration:
etwas Orangeat
Dekorkirschen in kleine Stücke geschnitten.
etwas grün gefärbtes Marzipan
etwas flüssige Kuvertüre
1 grober Teesieb
1 glattes Messer
  • Marzipan mit einem Teelöffel durch den Teesieb streichen. Mit einem glatten Messer etwas von den Marzipannüdelchen abheben und auf die Praline setzen. Mit einem Zahnstocher ein wenig festdrücken.
  • Ein Stückchen Dekorkirsche vorsichtig in etwas Kuvertüre tupfen und auf die Praline setzen.
  • Ein Stückchen Orangeat vorsichtig in etwas Kuvertüre tupfen und dazusetzen.

Tipps für Pralinenmassen:
Tipps für Dekoration:
Pinienkerne, Pistazienstücke, Tupfen oder Streifen mit flüssiger weißen Schokolade, Dekorperlen, kandierte Blütenblätter, Lavendelblüten

Krosses Schweinsbratl


1 kg Schweineschulter mit Schwarte
Salz und Pfeffer aus der Mühle
2 EL Öl
1/2 l Geflügelbrühe

1 TL Puderzucker
150 g dunkles Bier
1 TL Tomatenmark

1 große Zwiebel in Spalten
1 große Karotte in Scheiben
1 Stück Knollensellerie in Würfel
1 Stück Lauch in Ringe
1 Stück Petersilienwurzel in Stifte


1 Knoblauchzehe
1/4 TL gem. Kümmel
1/4 TL Majoran
1 Loorbeerblatt

Zubereitung:

Den Backofen auf 140 Grad vorheizen. 

Auf der Arbeitsplatte ein Würzbett aus Salz und frisch gemahlenem Pfeffer bereiten und die Schweineschuler gut darin wälzen.
In einem Bräter mit der Fleischseite nach unten in 2 EL Öl anbraten, wenden und mit der Geflügelbrühe aufgießen. Die Fettschicht sollte dabei ganz mit der Brühe bedeckt sein, andernfalls noch Brühe dazugeben und im Ofen 1 Stunde garen.

Puderzucker in einer Pfanne bei mittlerer Hitze karamellisieren lassen. Tomatenmark dazugeben, kurz anrösten und mit dem Bier ablöschen. Das Bier fast sirupartig einreduzieren lassen, das Wurzelgemüse dazugeben und mit der Geflügelbrühe aufgießen. 


Den Braten aus dem Ofen nehmen. Das Fleisch mit der Fettseite nach oben auf ein Brett legen und die Schwarte mit einem scharfen Messer rautenförmig einschneiden. 
Den Bratensaft zu dem Gemüse geben. Die Schweineschulter mit der Schwarte nach oben auf das Gemüse setzen und bei 160 Grad in ca. 1 1/4 Stunden fertig schmoren. 


Ca. 20 Minuten vor Garzeit-Ende Knoblauch, Lorbeer, Kümmel und Majoran dazugeben.

Falls die Kruste nicht kross genug ist, zum Schluss für wenige Minuten die Grillfunktion des Backofens zuschalten, dabei unbedingt Blickkontakt halten.  
Den Braten aus dem Ofen nehmen, Knoblauchzehe und Lorbeerblatt entfernen und den fertigen Braten in Scheiben schneiden. 
Das Gemüse und den Bratensaft mit Salz und Pfeffer abschmecken und zum Fleisch servieren.

Da der Braten zuerst mit der Schwarte nach unten in der Brühe gegart wird, wird die Schwarte schön weich und läßt sich wunderbar einschneiden.

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modifiziert nach dem Rezept von Alfons Schubeck »Kross gebratene Schweineschulter« aus
»Meine italienische Hausmannskost für Feinschmecker«
ISBN 3-89883-065-9

Pantoffeln aus Wasser und Mehl

Hier das angekündigte Rezept für mein Ciabatta. Dieses Brot hat sich im Lauf der Zeit zu meinem absoluten Lieblings- und Standard-Weißbrot entwickelt. Es gelingt immer, schaut aus wie vom Italiener und schmeckt super.
Das Rezept hab ich mir bei Petra abgeschaut. Ich habe nur bei den Mehl- und Wassermengen Änderungen vorgenommen, weil der Teig nach Originalrezept bei mir immer etwas zu flüssig geraten ist (Das wird wahrscheinlich daran liegen, dass ich keine Mehl Typ 550 sondern ein Mehl Typ 00 verwende).
Ciabatta bedeutet übersetzt Pantoffel, und eine gewisse Ähnlichkeit in der Form kann man dem Brot wirklich nicht absprechen.

Ciabatta
Rezept für zwei kleine Brote

Vorteig:
150 g Weizenmehl (Typ 00)
1,2 g Germ
115 g zimmerwarmes Wasser

Teig:
ca. 280 g Weizenmehl, Typ 00
10 g Germ
8 g Salz
200 g zimmerwarmes Wasser
Vorteig

Den Germ in ein paar Löffeln Wasser auflösen. Alle Zutaten zu einem Teig verrühren. In eine Schüssel geben und für etwa sechs Stunden bei Zimmertemperatur stehen lassen. Anschließend über Nacht in den Kühlschrank geben.
Am nächsten Tag aus dem Kühlschrank nehmen und eine Stunde bei Zimmertemperatur stehen lassen. Für den Teig Germ mit etwas von dem Wasser mischen. Mit dem Mehl in die Küchenmaschine geben. Restliches Wasser und Vorteig dazugeben. Einige Minuten kneten lassen, dann das Salz einrieseln lassen. So lange kneten, bis sich der Teig vom Schüsselrand löst, eventuell noch etwas Mehl zugeben. Den sehr klebrigen, weichen Teig in eine geölte Schüssel geben und zugedeckt zwei Stunden bei Zimmertemperatur gehen lassen.
Auf die Arbeitsfläche reichlich Mehl geben. Den Teig (er sollte sich verdoppelt haben), vorsichtig auf das Mehl gleiten lassen, Luftblasen sollten so wenig wie möglich zerstört werden. In etwa rechteckig formen und mit einem geölten Teigabstecher der Länge nach teilen. Mehl zwischen die beiden Stücke streuen. Die beiden Seiten der Teigstücke mit der Hand etwas zusammenschieben. Nun mit den Fingerspitzen im Abstand von ca. 2,5 cm Dellen in die Teigstücke drücken, dabei die Stücke etwas in die Länge ziehen. Die Seiten nochmals zusammenschieben (auf diese Weise bekommt der Boden, der nachher die Oberseite wird, die typischen Falten). 
Zwei Blätter Backpapier etwas größer als die Brote zuschneiden. Jetzt kommt der knifflige Teil des Prozesses: Jeweils ein Stück Teig vorsichtig aufheben, mit einer Handbewegung umdrehen und auf das Backpapier legen. Es sollte dann ungefähr eine Länge von 25 cm haben. Die Seiten wieder etwas zusammenschieben (ca. 12 cm breit).

Die Brote zudecken und etwa eine Stunde gehen lassen. Eine Schüssel mit heißem Wasser auf den Boden des Backrohrs stellen. Den Ofen rechtzeitig auf 250 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen (Falls man einen Backstein verwendet, diesen jetzt schon ins Backrohr geben).

Die Brote in  den Ofen geben (ich verwende dafür meine Lily, eine breite Backschaufel), fünf Minuten backen. In dieser Zeit drei Mal kräftig Wasser ins Backrohr sprühen. Die Temperatur auf 230 Grad reduzieren und noch ungefähr 15 bis 20 Minuten backen, bis die Brote dunkel goldgelb sind. Den Ofen ausschalten, die Tür des Backofens einen Spalt offen halten und die Brote noch fünf Minuten liegen lassen. Dann auf einen Rost legen und auskühlen lassen.
Privileg der Bäckerin: Die erste, noch lauwarme Scheibe mit etwas kalter Butter genießen!

Rosenküchle

Wenn wir Appetit auf was was feines und süßes, aber keine Lust auf einen ganzen Kuchen haben, dann pack ich sehr gerne mein Roseneisen aus. Das Ergebnis ist ein Gebäck das an Waffeln erinnert, aber viel knuspriger ist. Einfach lecker halt. :)


300 g Mehl
5 Eier
250 g Milch
2 EL Zucker
1/4 TL Salz
1 EL Vanillezucker
Zitronenabrieb
in den Mixtopf füllen und 20 Sekunden/Stufe 4 verrühren.

Anschließend in ein Schüsselchen umfüllen das einen geraden Boden hat und nicht sehr viel größer als das Eisen ist.
Ist die Schüssel zu groß, verteilt sich der Teig zu sehr und schon nach kurzer Zeit kann man das Eisen nicht mehr genügend eintauchen.

Den Teig etwas ruhen lassen damit er quellen kann.

Fett zum Ausbacken auf 190 Grad erhitzen.

1. Das Roseneisen vor Arbeitsbeginn mindestens 1 Minute in das heiße Fett stellen.
2. Nun das Eisen mindestens 2/3 tief in den Teig eintauchen, nach 4 Sekunden vorsichtig heraus nehmen und direkt in das heiße Fett eintauchen.
In ca. 10-15 Sekunden hat das Rosenküchle die richtige Farbe. Man hebt das Eisen heraus, hält es zum Abtropfen schräg, damit das Öl ablaufen kann.
3. Dann stupft man mit Hilfe eines Kochlöffelstiels das gebackene Küchle ganz vorsichtig vom Eisen - immer schön gleichmäßig von allen Seiten.
4. Das Eisen nun noch einmal für 10 Sekunden in das Fett tauchen und ab Schritt 2 wiederholen bis aller Teig aufgebraucht ist.

Mit Puderzucker oder Eiskugel/Sahnetuff/Schaumcreme/Vanillesauce oder einfach ohne alles, ganz nach Belieben servieren.

Und so schaut mein Roseneisen aus:



Dies ist mein Beitrag zur



Alle sonntagssüßen Leckereien werden heute von Julie mat & mi gesammelt und bei Pinterest veröffentlicht.

Zu Ehren des Thymians



Auf unsere Gegend hat der Winter bis jetzt vergessen. Nicht dass mich das traurig machen würde. Zu Weihnachten hätte ich sehr gerne Schnee gehabt, das schon. Und in der Silvesternacht hatten wir sogar welchen, der war aber gleich am Morgen wieder weg.

Jetzt bin ich ganz froh, so wie es ist. Mein wunderbar aromatischer Steinpilzthymian wuchert immer noch der Mauer entlang. Sogar der Rosmarin wächst noch und mittags habe ich eine Clematisblüte fotografiert.



Meine Lieblinge, die Feigensträucher habe ich trotzdem ganz fest eingewickelt, damit ich heuer vielleicht doch wieder Früchte ernten kann. In den letzten beiden Wintern hatte ihnen der Frost ziemlich zugesetzt, und als sie endlich so weit waren und Früchte ansetzten, kam schon wieder der Herbst.

Zu Ehren meines unverwüstlichen Thymians gibt es ein Hühnchen in Thymian-Wermut-Sauce mit frischem, selbstgebackenem Ciabatta.

Huhn in Thymian-Wermut-Sauce
für drei Personen

1 kleines Bio-Huhn
Salz
Pfeffer
1 TL Paprikapulver
4 Knoblauchzehen, zerdrückt
einige Zweige frischer Thymian oder 2 EL Thymian getrocknet
1 EL Butter
1 EL Olivenöl
200 ml Wermut
1 Dose Tomaten (480 g)
150 ml Schlagobers



Das Backrohr auf 220 Grad vorheizen. Das Huhn zerlegen. Für das Rezept verwende ich die zwei Hühnerkeulen und die Brust. Karkasse mit Flügerln habe ich anschließend zu Suppe verarbeitet.
Die Hühnerkeulen halbieren, die Hühnerbrust vierteln, das Fleisch salzen und pfeffern. Paprikapulver mit Knoblauch mischen und die Hühnerteile damit einreiben. Butter und Olivenöl erhitzen, Fleisch darin rundherum anbraten. Thymian zugeben und mit Wermut aufgießen. Die Dosentomaten sorgfältig nach Resten von Schalen untersuchen, Stielansätze entfernen, Tomaten kleinschneiden. Zusammen mit dem Tomatensaft aus der Dose zum Fleisch geben. Ohne Deckel im Backrohr braten. Die Hühnerteile ab und zu mit Bratensaft übergießen.

Nach ungefähr 40 Minuten das Schlagobers zugießen und noch etwa zehn Minuten weiterbraten. Abschmecken. Dazu gab es frisches Ciabatta. Das Rezept dazu folgt in Kürze.

Amerikanischer "Cheesecake" - Käsekuchen

 

Teilen ist was Schönes, aber für Parties sind kleine Kuchen und Törtchen einfach praktischer. In Seattle gibt es ein Geschäft, das mit so kleine, gebackene Käsekuchen einen riesen Erfolg hat. Ein Beweis, dass Amerikaner genauso gerne Käsekuchen essen wie wir.

Zutaten für 21 Stück:
Die Zutaten sollten alle zimmerwarm sein.
für den Boden:
100 g Butterkekse
30 g Butter
10 g Puderzucker
1/2 Pkt. Vanillezucker
für die Käsemasse:
70 g Maisstärke
450 ml Milch
170 g Zucker
5 g Butter
525 g Frischkäse Doppelrahmstufe (= 3 Pkt. Philadelphia à 175 g)
20 g Tapiokamehl
etwas geriebene Orangenschale von 1 Bio Orange
etwas geriebene Bio-Zitronenschale
für das Topping:
80 g Creme Fraiche
140 g Puderzucker
1 EL Orangensaft
restliche geriebene Schale der Bio-Orange
für die Dekoration:
1 Dose Mandarin-Orangen (312 g)
1/2 Pkt. Tortenguss klar
20 EL Creme Fraiche 38% optional für den Rand (= 200 g)
  1. Butterkekse zerbröseln. Butter in einem Topf flüssig werden lassen und die Butterkeksbrösel hinzufügen. Puderzucker und Vanillezucker hinzufügen. Gut verrühren.
  2. Muffinsformen mit Backförmchen auslegen. Brösel in die Backförmchen verteilen. Mit einem kleinen Glas festdrücken. Das ist sehr wichtig! Kalt stellen.
  3. Backrohr auf 170 °C vorheizen.
  4. Maisstärke mit etwas Milch anrühren. Milch mit Zucker und Vanillezucker erhitzen. Maisstärke einrühren und kurz aufkochen lassen. Sobald die Stärke eindickt zur Seite ziehen, Butter einrühren und auskühlen lassen.
  5. Frischkäse glatt rühren.
  6. Stärkemasse und die geriebene Orangenschale dazugeben. Die Masse mit einem Schneebesen glatt rühren.
  7. Je einen gehäuften Esslöffel in die Backförmchen füllen. Backform ein paarmal auf der Arbeitsfläche aufschlagen damit sich die Masse gleichmässig verteilt.
  8. In das Backrohr stellen und 50 bis 60 Minuten backen lassen. Wenn die Küchlein aufgegangen sind und ein wenig braun werden sind sie fertig.
  9. Auskühlen lassen.
  10. Inzwischen Creme Fraiche mit gesiebten Puderzucker, Orangensaft und der geriebenen Orangenschale zu einer weichen Creme verrühren.
  11. Die Küchlein gehen zuerst auf und fallen dann in der Mitte wieder ein.  In diese Vertiefung die Creme mit einem Löffel füllen.
  12. Ein bis 3 Mandarinenstücke darauflegen.
  13. Tortenguss nach Verpackungsaufschrift vorbereiten und mit einem Teelöffel über die Mandarinen verteilen.
  14. Mit einem glatten Messer Creme Fraiche rund um das Topping nach und nach abspachteln. (optional)
 Fertige Bröselmasse
 Ein leicht gehäufter Teelöffel Bröselmasse
in den Backförmchen verteilt.
Festgepresst mit einem kleinen, gewaschenen Glas
 Muffinsform fertig zum Einfüllen der Käsemasse
 Käsemasse nach dem Rühren ist fest und fällt nicht vom Löffel
 In die Backförmchen verteilt, mit einem glatten Messer glattgestrichen
und ein paarmal auf der Arbeitsfläche aufgeschlagen.
 Käseküchlein nach dem Backen
 Mit dem Topping gefüllt und mit geschälten Orangen
aus der Dose belegt.
Rand mit Creme Fraiche dekoriert
im Vordergrund aufgeschnitten
Tipps:
  • Statt Tapiokamehl 30 g Kuchenmehl und 10 g Maisstärke verwenden. (nicht getestet!)
  • Wer keine Muffinsformen hat, kann auch 3 Backförmchen ineinander stecken. Nach dem Backen, kann man die 2 äußeren Backförmchen wieder locker abnehmen und nochmals verwenden. (getestet!)
  • Mit Umluft alle auf einmal backen. (nicht getestet!)
  • Wer gleich serviert kann auch ohne den Tortenguss servieren.
  • Statt Tortenguss Agar-Agar verwenden.
  • Statt der Dose Mandarin-Orangen Stücke von der Bio-Orange verwenden oder mit Orangeat dekorieren.
  • Statt Creme Fraiche Frischkäse Doppelrahmstufe verwenden.

Leber lieber zart



Ellja erzählt, dass sie in Venedig war und ich denke sofort an venezianische Leber. Ich liebe Venedig. Und ich liebe Leber. Zart gebraten, ganz weich, innen noch rosa sollte sie sein. Mit süßen Zwiebeln und Polenta. In den venezianischen Lokalen war sie oft durchgebraten und eher ein Fall für gute Zähne. Und daneben lag dann ein geschmackloses Stückchen angebratene Polenta.  Trotzdem probiere ich es im Urlaub immer wieder, weil ich Leber eben sehr gerne esse.
Inzwischen schaffe ich es selbst, eine gute Fegato alla veneziana zu kochen. Was gar nicht so schwierig ist, wenn man einige Dinge beachtet. Die Leberstückchen müssen trockengetupft werden, sonst werden sie bitter. Sie werden ganz heiß und nur sehr kurz gebraten, dann deckt man sie zu und lässt sie rasten, bis die Sauce fertig ist. Jetzt sind sie innen noch rosa und zart. Zusätzlich lege ich die Kalbsleber vor dem Braten einen Tag in Milch ein, was sie noch zarter macht.

Fegato alla veneziana
für zwei Personen

500 g Kalbsleber
Milch
500 g rote Zwiebeln, in feine Ringe geschnitten
80 g Butter
Suppe
trockener Weißwein
Salz
Pfeffer
Balsamico-Essig (Küchenchabe: Midolini)

Die Leber einen Tag vor der Zubereitung von der Haut befreien, putzen und in Stücke von vier mal einen Zentimeter Größe schneiden. In Milch einlegen. Am nächsten Tag aus der Milch heben und mit Küchenpapier sorgfältig trockentupfen. Die Hälfte der Butter in einem Topf schmelzen, wenn die Butter aufschäumt, die Zwiebeln dazugeben und sanft unter stetigem Wenden zehn Minuten dünsten. Dann salzen, Wein und Suppe zugeben und einkochen lassen. Immer wieder umrühren, bei Bedarf etwas Suppe nachgießen. Ungefähr 30 Minuten sanft köcheln, bis die Zwiebeln ganz weich sind. Das lange, sanfte Köcheln macht sie süß-zart, ohne dass sie ihre Struktur verlieren.
Jetzt die restliche Butter in einer Pfanne erhitzen. Wenn sie hellbraun ist und nussig duftet, die Leberstücke einlegen und sehr rasch rundherum ungefähr zwei Minuten anbraten. Herausnehmen, auf einen vorgewärmten Teller geben und mit  Alufolie locker zudecken.

Den Bratensatz in der Pfanne mit etwas Suppe lösen, aufkochen, den von den Leberstücken abgetropften Saft dazumischen, mit Salz und Pfeffer würzen. In die Sauce etwas Balsamico geben und abschmecken. Auf vorgewärmten Tellern einen Kreis aus Zwiebeln geben, die Leberstücke darauf betten. Mit cremiger Polenta (eventuell mit Steinpilz), gebratenen Polentaschnitten oder Weißbrot servieren.
Sehr gut passt dazu etwa ein Nèstri 2006 von Paolo Meroi aus dem friulanischen Buttrio. Die Cuvee aus Merlot und Cabernet Sauvignon (80/20) sollte man unbedingt auch einmal direkt an der Quelle probieren. Denn Winzer Paolo Meroi ist auch Patron der ausgezeichneten Trattoria Al Parco in Buttrio. In der kühlen Jahreszeit steht er selbst am Fogolar und grillt friulanische Spezialitäten.